Rietberg: Schulzentrum wird für Gesamtschuleinrichtung umgebaut

Abteilungsleiter Hermann Lütkebohle, Bürgermeister Andreas Sunder, Realsschulleiter Burkhard Ernst, der kommissarische Gesamtschulleiter Frank Wedekind und Thorsten Roth vom Immobilienmanagement der Stadtverwaltung besichtigten jetzt die Baustelle am Schulzentrum, darunter auch den Mensaanbau an der Realschule. Bild: Stadt Rietberg

Abteilungsleiter Hermann Lütkebohle, Bürgermeister Andreas Sunder, Realsschulleiter Burkhard Ernst, der kommissarische Gesamtschulleiter Frank Wedekind und Thorsten Roth vom Immobilienmanagement der Stadtverwaltung besichtigten jetzt die Baustelle am Schulzentrum, darunter auch den Mensaanbau an der Realschule. Bild: Stadt Rietberg

Rietberg. „Die Einrichtung der neuen Gesamtschule stellt uns auch baulich vor große Herausforderungen. Die ersten Arbeiten haben begonnen und sie laufen gut in der Zeit.“ Bei einer Baustellenbesichtigung im Schulzentrum überzeugten sich jetzt Bürgermeister Andreas Sunder und der in der Verwaltung zuständige Abteilungsleiter Hermann Lütkebohle von den Fortschritten der Arbeiten, die noch bis in das nächste Jahr hinein und darüber hinaus die Stadt beschäftigen werden.  „Besonders ist, dass wir quasi im laufenden Betrieb handeln müssen, wollen wir den ehrgeizigen aber auch notwendigen Zeitplan einhalten“, so Sunder. „Wir sind sehr froh, dass Handwerker und Schulen bereit sind, diese Aufgabe mit uns zu stemmen, auch wenn dadurch zwangsläufig für alle Beteiligten Einschränkungen erforderlich sind. Aber, allein in den Schulferien zu bauen reicht zeitlich bei weitem nicht aus.“

Persönlich dankte Sunder den Schulleitern Burkard Ernst (Realschule) und Peter Esser (Gymnasium) sowie dem kommissarischen Rektor der Gesamtschule, Frank Wedekind, für die engagierte Beteiligung während der Planungen.

Notwendig machen die umfangreichen Arbeiten verschiedene Faktoren. Zum Einen steht der angepasste Raumbedarf für die neue, sechszügige Gesamtschule im Fokus der Aufmerksamkeit. Doch auch geänderte schulische Abläufe wie etwa ein Mehr an Ganztagsunterricht und die Notwendigkeit von Sanierungen im alten Baukörper aus den 60er Jahren kommen hier zusammen. Und damit nicht genug, auch in Neuenkirchen warten große Anforderungen, denn dorthin wird die Martinschule umziehen.

„Wir haben mit den Schulleitern und Architekt Wolfgang Just ein umfassendes bedarfsorientiertes Raumkonzept erarbeitet“, erklärt Hermann Lütkebohle. „Dieses ist in seiner Endfassung von den politischen Gremien beschlossen worden. Wir haben die Unterlagen dann bei der Bezirksregierung in Detmold eingereicht und auch von dort das Ja-Wort erhalten.“

Erste Arbeiten laufen, weitere folgen in den Sommerferien und ab Januar 2014. Derzeit wird die Mensa der Realschule um einen Anbau erweitert. Hier entsteht eine zusätzliche und dringend benötigte Speisraumfläche von rund 170 Quadratmetern. Die Kosten liegen bei etwa 350.000 Euro. „Außerdem läuft die Errichtung eines Forums für zunächst die Real- und die Gesamtschule durch die Erweiterung des Eingangsbereiches. Für 250 Quadratmeter Fläche entstehen Kosten von etwa einer halben Million Euro“, informiert Bürgermeister Andreas Sunder. Im Zuge dieser Arbeiten erfolge im naturwissenschaftlichen Trakt der Bau zweier dann notwendiger Fluchtwegflure.

Mit Start der großen Ferien beginnt im ersten Obergeschoss des Altbaus der Realschule die Grundsanierung der dortigen naturwissenschaftlichen Räume, drei neue Physikräume werden eingerichtet. „Diese Renovierung ist dringend nötig und ergänzt die bereits im vergangenen Jahr diesbezüglich gestarteten Maßnahmen. Die Bausubstanz stammt aus den 60er Jahren, wir müssen diese 350.000 Euro an dieser Stelle investieren“, so Lütkebohle. „Eine Sanierung sehen wir ab Mitte Juli ebenso in den Pavillonklassen“, blickt Sunder schon auf die Herrichtung des Baukörpers für die erste Jahrgangsstufe der neuen Gesamtschule.  Sechs Klassen-, zwei Gruppen- und ein Lehrerteamraum werden hier entstehen. Mit 45.000 Euro lägen die Kosten vergleichsweise niedrig. Anfang 2014 setzen sich die Maßnahmen im Schulzentrum fort. Unter anderem muss die Küche der Mensa für die Real- und die Gesamtschule erweitert werden. „Und wir bekommen eine Großbaustelle im bisherigen Gebäude der Martinschule. Die Räume sollen durch das Gymnasium genutzt werden, dafür muss ein weitreichender Umbau erfolgen“, so Thorsten Roth, der von Seiten der Stadtverwaltung die Bauleitung inne hat.

Lütkebohle: „Damit nicht genug, die Martinschule zieht zum Jahresende um in das Hauptschulgebäude in Neuenkirchen, die Hauptschule wiederum wechselt in Gänze in die Schulanlage im Stadtteil Mastholte.“ Das Hauptschulgebäude in Neuenkirchen soll in der zweiten Jahreshälfte 2013 für die Bedürfnisse der Martinschule vorbereitet werden, zudem sind Brandschutzmaßnahmen vorzunehmen. „Wir haben hier insgesamt gesehen ein sehr anspruchsvolles und umfangreiches Bauprogramm. Eine sehr gute Logistik ist gefragt, dazu das Verständnis der Schulen für Baulärm oder räumliche Beeinträchtigungen während der Bauphasen“, wirbt Rietbergs Bürgermeister um Verständnis. „Wir sind aber auch sicher und uns in der Politik einig, dass sich das künftige Raumangebot unserer Schulen wird wirklich sehen lassen können Allen Ansprüchen an einen zeitgemäßen und modernen Unterricht kann genüge getan werden. Es herrscht in allen Fraktionen Konsens darüber, dass wir hier nachhaltig und langfristig einen guten Weg gehen. An der Bildung unserer Kinder dürfen wir auch in Zeiten knapper Kassen nicht sparen“, so Sunder.