Rekord-Bewerberzahlen für „Betheljahr“

Bielefeld-Bethel. Das „Betheljahr“ begeistert immer mehr junge Menschen – bundesweit aber auch im Ausland. Die Zahl der Bewerbungen ist in diesem Jahr nahezu explodiert. Bis jetzt sind bereits 780 Bewerbungen für die insgesamt 450 zur Verfügung stehenden Plätze bei der Freiwilligenagentur Bethel eingegangen. Für Bielefeld und Ostwestfalen-Lippe wurden bereits Wartelisten eingerichtet. Gute Chancen für Interessierte gibt es vor allem noch im Raum Hannover und in Dortmund.

Der enorme Andrang für das „Betheljahr“ – sowohl als Freiwilliges Soziales Jahr als auch als Bundesfreiwilligendienst – freut die Verantwortlichen und Organisatoren. „Für viele junge Menschen ist es eine attraktive Möglichkeit zur beruflichen Orientierung im sozialen Bereich“, sagt der Leiter der Freiwilligenagentur Bethel, Diakon Stefan Homann. Er erklärt den aktuellen Anstieg vor allem mit dem doppelten Abitur-Jahrgang.

Im vergangenen Jahr gab es zum gleichen Zeitpunkt knapp 400 Bewerbungen bei gleicher Platzzahl. Das steigende Interesse sei für Bethel mit großen Herausforderungen verbunden, erklärt Stefan Homann. „Wegen der begrenzten Platzzahlen können wir leider nicht mehr allen jungen Menschen einen Platz anbieten. Möglichkeiten haben wir aber noch in Bethel-Einrichtungen im Ruhrgebiet und in Niedersachsen.“

Attraktiv ist das „Betheljahr“ wegen seiner großen Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten. Es kann als Freiwilliges Soziales Jahr oder im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes absolviert werden. Die jungen Menschen können in nahezu allen Hilfefelder der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel Einblicke erhalten und sich engagieren – unter anderem in der Behindertenhilfe, der Altenhilfe, der Psychiatrie, der Jugendhilfe, der Wohnungslosenhilfe, in den Krankenhäusern oder in den Werkstätten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entscheiden sich für einen Schwerpunkt, lernen aber über mindestens zwei Praktika auch andere Bereiche kennen.

Im „Betheljahr“ sammeln die jungen Menschen Erfahrungen im Umgang mit benachteiligten, behinderten, kranken und alten Menschen. Sie lernen, dass man auch mit Handicaps ein zufriedenes Leben führen kann.

Interessierte können sich über das „Betheljahr“ im Internet informieren unter www.betheljahr.de

Bild: Bethel