Regensburger Domspatzen kommen nach Bielefeld

Dom Konzertanzug kleinBielefeld. „Einer der berühmtesten Chöre der Welt …“ schrieb Papst Paul VI., als er den Regensburger Domspatzen 1976 zur Tausendjahrfeier gratulierte. Und es stimmt in der Tat: Mit zahlreichen und erfolgreichen Konzerten konnten sich die Regensburger Domspatzen an vielen Orten der Welt in die Herzen ihrer Zuhörer singen. Regelmäßige CD-Aufnahmen und die Präsenz in Rundfunk und Fernsehen verhalfen den singenden „Spatzen“ aus Regensburg ebenfalls zu ihrem hohen Bekanntheitsgrad und hervorragenden Ruf – weit über die Grenzen Regensburgs und Deutschlands hinaus. Ein Domspatz zu sein ist etwas ganz Besonderes. Jeder, der sich einmal zu diesem berühmten Chor zählen durfte, wird sich zeit seines Lebens immer wieder gerne an die zahlreichen Eindrücke und unvergesslichen Erlebnisse erinnern, die einem Regensburger Domspatzen zuteilwerden.

Am Mittwoch, 23. Oktober 2013, treten die Regensburger Domspatzen um 20 Uhr in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld auf. Eintrittskarten sind ab sofort erhältlich im Gemeindebüro Altstädter Nicolaikirche, Altstädter Kirchstr. 12, Tel. 0521 122025, in allen Geschäftsstellen der Neuen Westfälischen, Tel. 08103 322399, beim Westfalen-Blatt, Oberntorwall 24, Tel. 0521 5299640, in der Touristik-Information, Niederwall 23, Tel. 0521-516999, in allen CTS-Eventim- und ADTicket-Shops sowie unter der Ticket-Hotline 02522 8339593.

Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher freut sich sehr, dass er nach dem so erfolgreichen Auftritt des Dresdner Kreuzchores im vergangenen Jahr einen weiteren der berühmten und besten Chöre Deutschlands im Rahmen der StadtKirchenarbeit Bielefeld präsentieren kann. Es handelt sich hierbei wieder um ein geistliches Konzert mit Literatur aus der Zeit des Frühbarock bis zu Gegenwart.

Durch den Beifall und die Anerkennung, die die Regensburger Domspatzen regelmäßig bei ihren Auftritten ernten, sind die singenden Knaben längst zu einer der bekanntesten Sehens- bzw. „Hörenswürdigkeiten“ Regensburgs geworden. Wegen der vielen ausgedehnten Konzertreisen mit dem eigenen Bus oder – gar nicht zu selten – auch mit dem Flugzeug in die ganze Welt, werden die Domspatzen „Singende Botschafter der Stadt“ genannt. Hervorzuheben sind Konzertreisen in die USA, nach Kanada und Japan, aber auch nach Hongkong, Taiwan, die Philippinnen und Südkorea. Selbstverständlich sind die reiselustigen Regensburger auch in allen europäischen Ländern zu Hause. Vom Gregorianischen Choral bis hin zur Musik unserer Tage – das Repertoire an geistlichen und weltlichen Chorwerken ist breit gefächert. Wahrscheinlich ist es diese ausgewogene Mischung, welche die Domspatzen neben ihren ausgezeichneten sängerischen Leistungen so einmalig macht.

1976 konnten die Domspatzen ihr 1000-jähriges Bestehen feiern, denn im Jahre 975 trennte Bischof Wolfgang das Bistum von der Abtei St. Emmeram und bezog mit den Scholaren Wohnung im „Alten Bischofshof“. Seit dieser Zeit gibt es eine Domschule, die sich schon bald zu einer hoch angesehenen Bildungsstätte entwickelte. Zu den wichtigsten Aufgaben ihrer Schüler gehörte die liturgische Gestaltung der Gottesdienste in der Domkirche. Das heutige „Nest“ der Regensburger Domspatzen ist das Vermächtnis von Dr. Theobald Schrems, der von 1924 bis 1963 als Regensburger Domkapellmeister wirkte. Vor über 40 Jahren hat er das gemeinsame Haus für Schule, Internat und Chor ins Leben gerufen – und damit die Voraussetzung für das heutige hohe Niveau der Domspatzen geschaffen. Ab 1964 übernahm Georg Ratzinger die Leitung des Chors. In seiner 30jährigen Amtszeit konnte er den international guten Ruf der Domspatzen festigen und ausweiten. Er prägte den typisch weichen, natürlichen „Regensburger Klang“. Georg Ratzinger übergab Deutschlands ältesten Knabenchor in bester Verfassung an seinen Nachfolger Roland Büchner – für einen erfolgreichen Start in ein neues Jahrtausend.

Seit Juli 1994 ist Roland Büchner, 1954 geboren, Domkapellmeister. Als vierfacher Familienvater kennt er selbst die Probleme der „flügge“ werdenden Spatzen und hilft, wo immer er kann. Der Domkapellmeister muss natürlich auch ein bestens ausgebildeter Musiker und Chorleiter sein. Büchner studierte an der Regensburger Fachakademie für Katholische Kirchenmusik und Musikerziehung und an der Münchner Musikhochschule. Seinen Abschluss machte er mit der Künstlerischen Staatsprüfung im Fach Kirchenmusik und dem Diplom im Konzertfach. Seit 1985 leitete Roland Büchner den Konzertchor an der Fachakademie für Katholische Kirchenmusik und Musikerziehung in Regensburg und war zugleich Dozent für Orgel und Chorleitung.

 

Foto: Kreis Bielefeld