Radwege im Kreis Paderborn bis Ende des Jahres einheitlich ausgeschildert

Im Juli wurden in Delbrück die ersten Schilder aufgestellt, alle anderen Kommunen folgen bis Ende des Jahres – Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz, Christiane Rolf und Ricarda Bade von der Stadt Delbrück, Landrat Müller sowie Nadja Danne von der Touristikzentrale Paderborner Land e. V. (von links nach rechts) erhoffen sich durch die klare Wegeführung zusätzliche Impulse für den Fahrradtourismus. Foto: Kreis Paderborn

Kreis Paderborn (krpb). Die Straßen-, Rad- und Wirtschaftswege im Kreis Paderborn werden bis Ende des Jahres zum Teil neu und einheitlich ausgeschildert sein. Das bereits bestehende Landesnetz der wegweisenden Beschilderung wird auf die lokalen Routen ausgeweitet. Parallel verlaufende Radwege, die bisher unterschiedlich und an einigen Stellen sogar mehrfach gekennzeichnet waren, werden optisch durch die neuen Schilder „zusammengelegt“. Das reduziert den Schilderwald, „die übersichtliche Wegeführung dient sowohl dem touristischen als auch heimischen Radfahrer“, erklärt Landrat Manfred Müller, zugleich Vorsitzender der Touristikzentrale Paderborner Land.

In radaktiven Touristikregionen wie beispielsweise dem Münsterland sei diese flächendeckende und klare Beschilderung bereits Standard. Wenn man sich als Fahrradregion weiter profilieren wolle, „führt daran kein Weg vorbei“, betonen Landrat Manfred Müller und Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz. Die Stadt Delbrück hatte bereits in 2007 erste Planungen durchgeführt und damit eine Vorreiterrolle übernommen. Alle Bürgermeister der Städte und Gemeinden des Kreises hatten sich im Jahr darauf für die neue Beschilderung ausgesprochen. Der Paderborner Kreistag stimmte in seinen Haushaltsberatungen zum Haushaltsplan 2009 dem Vorhaben zu. Die Projektplanung für alle Kommunen inklusive Antragstellung für die Fördermittel übernahm der Kreis Paderborn, um Zeit und Kosten zu sparen. Die Stadt Delbrück erhielt in den vergangenen Wochen als erste Kommune die neuen Schilder mit roter Schrift auf weißem Hintergrund. Bis Ende des Jahres sollen in allen 10 Städten und Gemeinden die neuen Wegweiser stehen. Damit können nun auch Themenrouten, wie beispielsweise die Paderborner Land Route, im Radroutenplaner NRW aufgenommen werden. Die einheitliche NRW-Beschilderung ist hierfür zwingende Voraussetzung. Ab der kommenden Fahrradsaison können Radfahrer damit ihre individuellen Radtouren planen und für GPS-Geräte herunterladen.

Hintergrund: Das in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaute, landesweite Radverkehrsnetz verbindet die Städte und Gemeinden des Landes auf einer Länge von 13.800 km. Die Zentren der Kommunen sowie die Bahnhöfe werden auf möglichst kurzen und direkten Wegen miteinander verknüpft. Primär wurde es für den Alltag geschaffen, also für Fahrten mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen. Bereits seit einigen Jahren boomt auch der Fahrradtourismus. Deshalb erweiterte das Land sein Netz um hochwertige und überregionale touristische Routen. Die jetzt vom Kreis Paderborn durchgeführten Ergänzungen durch lokale Routen werden vom Land nicht nur begrüßt sondern auch gefördert. Der Kreis Paderborn hatte deshalb unmittelbar nach dem gemeinsamen „Ja“ der Bürgermeister die Zuschussanträge bei der Bezirksregierung Detmold gestellt. Parallel dazu liefen die Planungs- und Vorbereitungsarbeiten. Die Gesamtkosten betrugen rund 490.000 Euro, 315.000 Euro davon sind Fördermittel. Die Kosten fielen an für Planung, Ausschreibung, Schilder, Pfosten und Fundamente und die jetzt laufende Aufstellung der klassischen NRW-Schilder.

Foto: Kreis Paderborn