Planungswerkstatt zur Entwicklung des Wesertor-Quartiers

Mittels eines „Klötzchen-Models“ entwickelten Teilnehmer/innen der Planungswerkstatt Ideen zur Einbindung des Centers in die unmittelbare Nachbarschaft.

Minden. In die Endrunde geht der frühzeitige und umfassende Beteiligungsprozess zur Entwicklung des Wesertor-Quartiers am Mittwoch, 24. Oktober, mit der dritten Planungswerkstatt. Diese beginnt um 18 Uhr im ehemaligen Hertie-Gebäude. Hier soll auf Grundlage der bisher herausgearbeiteten Ideen und Ziele der erste Entwurf für ein integriertes Quartiers- und Centerkonzept durch den Investor und die beauftragten Gutachter vorgestellt werden. Zur Planungswerkstatt lädt die Stadt Minden herzlich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein.

„Wir kommen nun in die entscheidende Phase. Ich hoffe daher auf ein breites Interesse. Denn wir wollen den Prozess gemeinsam zu einem guten Ergebnis führen“, so Bürgermeister Michael Buhre.

Nach zwei kurzen Vorträgen zu den laufenden Untersuchungen in den Themenfeldern Einzelhandel und Mobilität soll das vorgestellte Quartiers- und Objektkonzept im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern bewertet werden. Die Ergebnisse der drei Planungswerkstätten werden im weiteren Projektverlauf, insbesondere in der Beratung der politischen Gremien, berücksichtigt.

An einem virtuellen Modell stellt Professor Wolfgang Christ vom Urban Index Institut die Anregungen seiner Arbeitsgruppe vor.

Folgende Ziele sind in der ersten Planungswerkstatt herausgearbeitet worden:
– die nachhaltige (Weiter-)Entwicklung der Innenstadt, dabei sollte die Sortiments- und Nutzungsvielfalt unter Beachtung der Verträglichkeit verbessert werden
– eine ganzheitliche Quartiersentwicklung mit einer Aufwertung und Belebung des Johanniskirchhofs
– die Optimierung der Zugänge zur Weser, dazu zählen:
– die Schlagde sollte in ihrer Gestaltung aufgewertet und nicht nur als Parkplatz genutzt werden
– es soll insgesamt eine Neustrukturierung der Verkehrsführung im Quartier erfolgen (Bsp. Einrichtung von Kreisverkehrsplätzen)
– die Wirkung des Grimpenwalls als Barriere für Fußgänger und Radfahrer muss entschärft werden
– das Einkaufscenter sollte aus einem mehrteiligen und gegliederten Gebäudekomplex bestehen
– das Einkaufscenter muss durchlässig sein, d.h. es müssen Wegebeziehungen von der Bäckerstraße zum Johanniskirchhof und vom Johanniskirchhof in Richtung Hellingstraße und Marienwall erhalten bleiben, bzw. neu geschaffen werden.

Durch die 2. Planungswerkstatt sind folgende Leitaussagen hinzugekommen:
– im Rahmen der Centerkonzeption ist eine transparente (Glaskörper) Überbauung des Marienwalls mit einer ständigen Durchgehbarkeit möglich
– am Standort des aktuellen Parkhauses Marienwall könnte ein neues Gebäude mit integriertem Parkhaus entstehen, das über die jetzige Kubatur des Parkhauses Marienwall hinausgeht, in den Obergeschossen aber eine Staffelung aufweist
– der Bereich der Tränke soll in die Konzeption des Centers aufgenommen werden.

Die Stadt Minden freut sich auch weiter über eine rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zur Entwicklung des Wesertor-Quartiers. Alle Informationen zum Projekt und den bisherigen Veranstaltungen sind auf der Internetseite www.minden-gestalten.de eingestellt.

Foto: Stadt Minden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit