Installationen von Helmut Berka zur Langenachtderkunst

Mischtechnik, bei der das ursprüngliche Werk unter einer weißen Masse verschwindet. Foto: Stadt Gütersloh

Mischtechnik, bei der das ursprüngliche Werk unter einer weißen Masse verschwindet. Foto: Stadt Gütersloh

Gütersloh (gpr). Wo sonst die Standesbeamten der Stadt Gütersloh agieren, haben zur Langenachtderkunst am Samstag, 18. Mai, ab 19 Uhr die Götter das Sagen. Zu Gast in der Kirchstraße 21 sind die Chariten, die drei Töchter des Zeus und der Eurynome. Installationen des Herner Künstlers Helmut Berka. Die Gestalten, die der Künstler aus Lötzinn, Knochen und Holz geschaffen hat, bringen den Göttern und Menschen Anmut, Schönheit und Festesfreude.

Die griechische Mythologie hat es Berka angetan. Das Schicksal, das von den Göttern über die Menschen kommt, ist unbegreiflich, unvorstellbar, unaufhaltsam. Dieses Schicksal hat Berka zum Thema gemacht. Die Figuren und Gestalten „erleben“ Grenzerfahrungen, sind Schicksals-Partner. Der Künstler schafft eigene Kompositionen, verdeckt und holt Strukturen und Bedeutungen hervor, interpretiert neu. Aber die archetypischen Konstanten, die notwendigen Bedingungen menschlicher Existenz, die uns bestimmenden Gefühle Schuld, Sehnsucht, Angst und Tod haben Bestand.

Mit Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen war Berka mit seinen Werken in den letzten Jahren in Herten, Recklinghausen, Bochum, Herne, Paderborn, Oldenburg, Reutlingen, Hamburg und Bielefeld unterwegs. Er unterstützt Veranstaltungen mit multi-kulturellem Charakter in Herne, und sucht immer wieder Interaktionsformen mit unterschiedlichsten Kunst- und Kulturszenen. Auch in seinen Bildern greift Berka bevorzugt Stoffe aus der antiken Sagenwelt auf. Seine Materialien bestehen dabei aus Öl und Mischtechnik. Alle Arbeiten entstehen zunächst als Ölmalerei und werden erst im nächsten Schritt mit angerührtem Fermacell Fugenspachtel bearbeitet, so dass die Malerei unter einer weißen reliefartigen Fläche verborgen wird. In der Kirchstraße 21 zeigt Berka neben den Exponaten auch eine Fotopräsentation seines Schaffens. Dazu gibt es göttliche Bowle von Barbara Weidler.