it’s OWL auf der Hannover Messe

DSCF0084OWLj. Vom 7. bis zum 11. 4. findet in der niedersächsischen Landeshauptstadt die renommierte Hannover Messe statt und bereits zum 10. Mal lud man zur Pressekonferenz, auf der sich einige der beteiligten Unternehmen vorstellten. Partnerland der Messe, die sieben Fachmessen unter einem Dach vereint, sind in diesem Jahr die Niederlande, deren Premierminister zusammen mit Angela Merkel die Messe eröffnen wird. Insgesamt werden ca. 5000 Aussteller in diesem Jahr erwartet, davon alleine über 500 aus NRW. Stärkstes Land hinter Deutschland ist China mit ca. 550 Ausstellern; die Region OWL ist mit 99 Ständen präsent, vier mehr als bei der letzten Messe 2012.

Man setzt hierbei, neben den gewohnten einzelnen Ständen der Unternehmen, auf einen Gemeinschaftsstand der Region OWL, erklärte Herbert Weber von der OstWestfalen Lippe GmbH. Der Stand ist in verschiedene Bereiche unterteilt; auf 600 m² präsentieren sich insgesamt 30 Partner. Auf einer Sonderfläche werden große, weltmarktführende Unternehmen gezeigt, auf einer anderen Firmen aus dem Bereich Maschinenbau und eine dritte Fläche ist für „Science2Business“ reserviert. Auch die Netzwerkpartner haben eine eigene Präsentationsfläche. Mit diesem Konzept hat man bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht, Ziel ist es, die Region OWL zu stärken und überregional bekannt zu machen, so Hans-Dieter Tenhaef, OWL Maschinenbau e.V. So wird man etwa zum wiederholten Male den sogenannten OWL Abend ausrichten und erwartet am Stand unter dem Motto „it’s OWL“ hochkarätige Gäst, u.a. die Ministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. Besonders im Maschinenbau hat die Region viel zu bieten, man ist nach Stuttgart die zweitgrößte Region Deutschlands in dieser Branche.

Prof. Dr. Jürgen Jasperneite, Leiter Fraunhofer Anwendungszentrum Industrial Innovation in Lemgo, erläuterte, dass der oft zum Programm erklärte Begriff „Industrie 4.0“ nicht eindeutig belegt ist. Man versuche aber, in Kooperation mit den Hochschulen in Bielefeld, Paderborn und Lemgo insbesondere intelligente Automatisierungsprozesse zu entwickeln. Auf der Messe zeigt man etwa ein mit einem digitalen „Gedächtnis“ versehenes Gerät, mit dem der Besucher sich z.B. eine Miniatur des Hermannsdenkmals erstellen kann. Dr. Volker Franke, Managing Director bei Harting Applied Technologies GmbH, demonstriert mit seinem Unternehmen auf der Messe eine Zelle, die für eine flexible, automatisierte Fertigungslinie steht, bei der man nicht mehr auf einen Programmierer angewiesen ist.

Christoph Grosch, Director Marketing von DMG Mori Seiki, stellte das neue Produkt „Celos“ vor, dass an ein Smartphone erinnert und bspw. bei der Übersicht über Fertigungsprozesse und Aufträge durch bisher 12 Apps unterstützt. Stefan Schwersal, geschäftsführender Gesellschafter bei Steute Schaltgeräte GmbH & Co Kg, erklärte, dass Funkverbindungen immer wichtiger werden. Seine Firma ist insbesondere auf Schaltgeräte unter schweren Bedingungen (Nebel, Salz etc.) spezialisiert. Die Energie entsteht dabei direkt durch die Betätigung, es werden keine Batterien benötigt.

BU:
vorne (v.l.n.r.):

Dr. Volker Franke (Managing Director HARTING Applied Technologies GmbH/ Espelkamp),

Herbert Weber (Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbH und It’s OWL Clustermanagement GmbH/ OWL),

Christoph Grosch(Director Marketing DMG MORI SEIKI AG/ Bielefeld),

Stefan Schmersal (Geschäftsführender Gesellschafter Steute Schaltgeräte GmbH & Co.KG/ Löhne)

 

hinten (v.l.n.r.):

Hans-Dieter Tenhaef (Vorstandssprecher OWL Maschinenbau e.V. und Geschäftsführender Gesellschafter MiT Moderne Industrietechnik GmbH & Co.KG/ Vlotho),

Prof.Dr. Jürgen Jasperneite (Leiter Fraunhofer Anwendungszentrum Industrial Automation/ Lemgo)

Rainer Dorau (Deutsche Messe AG, Repräsentant für NRW)

Foto: Johannes Weber (OWL-Journal)
Text: Johannes Weber