Neuer Fahrradstadtplan ist ab sofort erhältlich

Radfahrer-auf-dem-MarktplatMinden. Druckfrisch liegt er seit heute Freitag (21. März) vor: der neue Fahrradstadtplan für Minden. Er enthält eine Stadtkarte mit markierten Fahrradwegen, Fahrradstraßen und Radrouten sowie zahlreiche weitere Informationen über Fahrradabstellplätze, die Radstation am Bahnhof, Fahrradverleiher, Fahrradhändler, Sehenswürdigkeiten sowie Sport- und Freizeitanlagen. Erstellt worden ist der Plan im Auftrag der Stadtverwaltung in enger Zusammenarbeit mit dem ADFC Minden-Lübbecke. Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) hat das Projekt finanziell unterstützt.

Der neue Fahrradstadtplan wurde in einer Auflage von zunächst 2.500 Exemplaren gedruckt. Dieser ist in der Info der Stadtverwaltung (Eingang Kleiner Domhof 17), in der Tourist-Information, in der ADFC-Geschäftsstelle, in der Radstation, bei der Kreisverwaltung und den örtlichen Fahrradhändlern kostenfrei erhältlich. „Wir freuen uns sehr, dass der Plan nun pünktlich zur Messe „Touristik Aktiv Freizeit“ am 29. und 30. März auf dem Markt, nun vorliegt“, so Michael Lax, Fahrradbeauftragter der Stadt Minden und Mitarbeiter in der Stadtplanung. Es habe „eine tolle Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten in der Stadtplanung, im Bereich Geo-Service und beim ADFC gegeben, lobt der Fahrradbeauftragte.

Die Anregung für einen Fahrradstadtplan, dessen einziger Vorgänger vor bereits mehr als zehn Jahren im Auftrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erstellt wurde, kam aus dem Arbeitskreis Fahrradförderung. „Radfahrende wollen und nehmen gerne andere Wege als Autofahrer“, erläutert Klaus-Georg Erzigkeit, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz zum Hintergrund für den speziellen Plan. Konventionelle Stadtpläne seien hauptsächlich auf die Bedürfnisse der Autofahrer ausgerichtet. Sie heben das Kfz-Hauptstraßennetz stark hervor und sollen die Kartenbenutzer auf genau diese Verbindungen lenken. Doch Kfz-Hauptstraßennetze stimmen mit den Radverkehrsnetzen häufig nicht überein. Wichtige Radverkehrsverbindungen verlaufen oft durch Tempo-30-Zonen, auf autofreien Wegen oder sogar durch freigegebene Fußgängerzonen. Radfahrer/innen können autofreie Durchlässe nutzen, offene Sackgassen und ähnliches oder sie dürfen freigegebene Einbahnstraßen in Gegenrichtung befahren, so Erzigkeit weiter.

Der Fahrradstadtplan ist ein gemeinsames Projekt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Minden-Lübbecke e.V., der Stadt Minden und einem Mindener „OpenStreetMapper“. Die gesamte Karte – von der Erfassung der Infrastruktur, über die Weiterverarbeitung der gesammelten Daten bis zur Erstellung – wurde von zahlreichen Freiwilligen in ihrer Freizeit und von der Stadtverwaltung Minden erarbeitet. „Die ADFC-Mitglieder sind viele Wege abgefahren und haben diese von der Qualität her bewertet“, berichtet Michael Lax.

Die Stadt Minden ist seit dem Jahr 1996 fahrradfreundliche Stadt in Nordrhein-Westfalen. Die Auszeichnung ist Ende 2007 für weitere sieben Jahre verliehen worden. Für 2014 steht eine erneute Überprüfung an. Nun auch einen Fahrradstadtplan vorweisen zu können, falle sicher bei der anstehenden Bewertung positiv ins Gewicht, so Lax abschließend. Durch Minden verläuft mit dem Weserradweg einer der meist frequentieren Radfernwege Europas. Auch durchkreuzen weitere regionale Routen das Stadtgebiet. Jährlich besuchen Zehntausende Radfahrer/innen die Stadt Minden und die umliegenden touristischen Attraktionen. In der Zukunft wird sich die Stadt weiterhin dafür einsetzen den Radverkehrsanteil zu erhöhen. Als fahrradfreundliche Stadt hält Minden unter anderem die entsprechenden Stellplätze an beliebten Zielen vor – allein im Innenstadtbereich gibt es 550 Fahrradständer an 29 Standorten.

Foto: Stadt Minden