Neue Gesellschaft für Windenergie

vlnr. Ralf Libuda (Stadtwerke Gütersloh), Wolfgang Brinkmann (Stadtwerke Bielefeld), Elke Pfeifenschneider (Stadtwerke Ahlen), Herr Schmidt (stadtwerke Herford), Friedhelm Rieke (Stadtwerke Bielefeld), Uwe Friedrichs (Stadtwerke Ahlen), Dr. Kruppke (Stadtwerke Bielefeld)

Bielefeld. Die Energiewende erfordert insbesondere von kommunalen Energieversorgern ein hohes Maß an Engagement, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. In vielen Städten und Gemeinden der Region werden zurzeit die möglichen Standorte für Windanlagen ermittelt.
Die Stadtwerke Ahlen, Bielefeld, Gütersloh und Herford planen nun, gemeinsam eine Gesellschaft zur Entwicklung von Windenergieprojekten zu gründen, um so die Energiewende in der Region voranzutreiben.
Die Windenergie Westfalen-Lippe GmbH soll das Know-how der Gründungspartner bündeln und Projekte für die Gesellschafter, die Kommunen und gegebenenfalls Dritte entwickeln. Die Aufgaben der WWL  reichen von der Standortsuche über die Genehmigungsplanung bis zur schlüsselfertigen Übergabe der Windparks an die Auftraggeber. „Bis 2050 sollen berits 80% des Stroms aus erneuerbaren Energien bestehen“, so erklärte Friedhelm Rieke, Geschäftsführer der Stadtwerke Bielefeld die Motivation hinter der WWL. „Die Gesellschaft ist Mittel zum Zweck, damit die Stadtwerke vor Ort arbeiten können.“
Die WWL sieht sich als erste Ansprechpartnerin nicht nur bei der Entwicklung und Umsetzung von Vorhaben, sondern auch als Motor für die Bürgerbeteiligung an Projekten. Durch die Einbindung der Akteure vor Ort ist gewährleistet, dass ein Großteil der Wertschöpfung in der Region verbleibt.
Das Ziel der WWL ist eine langfristige Zusammenarbeit mit den Projektpartnern. Als kommunales Unternehmen bietet sie dabei eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, eine Vertragssicherheit auch bei langen Vertragslaufzeiten und die Gewährleistung, dass wirtschaftliche Projekte vor Ort auch umgesetzt werden.

Als Netzdienstleister, Energieerzeuger und Energiedienstleister können die Stadtwerke ihr Know-how in die erfolgreiche Umsetzung von projekten in der Region einbringen.
Zurzeit befassen sich die politischen Entscheidungsgremien der Stadtwerke mit der Gesellschaftsgründung, so dass sich der Termin für die juristische Gründung der WWL nach deren Zustimmung im Laufe dieses Jahres realisieren lässt.

Die WWL ist für die Beteiligung weiterer Stadtwerke aus der Region Westfalen-Lippe offen. Viele Energieerzeuger in der Umgebung haben bereits ihr Interesse bekundet. Die WWL ist zwar noch nicht formal gegründet, aber alle Vorbereitungen für ihre Arbeit sind bereits getroffen worden.

Foto: RS