Molière in der Aula der VHS

Gütersloh (gpr). Sie sind reif für die Bühne: Das hat bereits die Vorpremiere im Juni bewiesen. In der Theatergruppe, die sich „Bühnenreif“ nennt, erobern Menschen mit Behinderungen die Bretter, die die Welt bedeuten, und ernten viel Applaus. Am Mittwoch, 12. September, um 19 Uhr, zeigt die ambitionierte Gruppe das Moliere-Stück „Die erzwungene Heirat“ in der Aula der Volkshochschule, Hohenzollernstraße 43. Der Eintritt ist frei.

Feinfühlig und überzeugend agieren die zehn Schauspieler in ihren Rollen und setzen ihr schauspielerisches Talent ein. In der etwa 30-minütigen Aufführung geht es um einen inzwischen nicht mehr jungen Mann, der feststellen muss, dass es seiner künftigen – deutlich jüngeren – Frau bei der Heirat nicht um die Liebe, sondern um das Geld geht. Geprobt wurde das Stück unter der dramaturgischen Leitung und Regie der VHS-Dozentin Bärbel Page und der Pädagogischen Leitung von Heike Nowotny-Dörner vom Wertkreis. Bärbel Page hat nicht nur die Regie für diese tragikomödische Geschichte übernommen, sondern auch das Bühnenbild und die Beleuchtung. Sogar sämtliche Kostüme wurden von ihr persönlich hergestellt.

Seit 2010 lernen in der Theatergruppe „Bühnenreif“ Menschen mit Behinderungen, die beim Wertkreis arbeiten, Theater zu spielen. In einer Kooperation des Wertkreises mit der Volkshochschule Gütersloh wird jetzt das Stück in der Aula der VHS präsentiert. Die Volkshochschule und der Wertkreis Gütersloh arbeiten seit Januar dieses Jahres in enger Kooperation an dem Thema „Inklusion und Weiterbildung“. Dabei fließen die Kompetenzen der beiden Kooperationspartner in die Planung und Durchführung besonderer Bildungsangebote ein, wie bei diesem Theaterprojekt.