Mit Händen und Füßen kommuniziert

Halten die Fahnen hoch: Jugendliche und Betreuer mit Landrat Friedel Heuwinkel (2. Von rechts) vor dem Inselquartier des Kreises Lippe auf Norderney.

Kreis Lippe. Wenn sich 35 lippische, polnische und litauische Jugendliche auf Norderney treffen, ist das für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis.  Im Inselquartier des Kreises Lippe kamen sie sich jetzt zur ersten trilateralen Jugendbewegung des Kreises auf der Nordseeinsel zusammen. Vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert, stand die Woche unter dem Motto „Sport als Mittel von Fairness und Toleranz“. Das Ziel: Unterschiedliche Kulturen kennenlernen und gegenseitiges Verständnis in einem gemeinsamen Europa  entwickeln.

Lernten die Meeresbewohner auf Norderney kennen: Die Jugendlichen aus Polen, Litauen und Lippe.

Den 13- bis 18-Jährigen aus Lippe, dem Partnerkreis Chodziez und der Partnerstadt Kaunas fiel der Dialog trotz unterschiedlicher Sprachen nicht schwer. „Mit Händen und Füßen und einigen gemeinsam erlernten Worten in den unterschiedlichen Sprachen war eine Verständigung kein Problem“, berichtet Bernd-Heinrich Korte, Partnerschaftsbeauftragter beim Kreis Lippe und Mitinitiator der Begegnung. Auf dem Programm der Jugendlichen und ihrer Betreuer standen Workshops, z.B. zum Stellenwert des Jugendsports, zum traditionellen Sport, zur Integration durch den Sport und zu den länderspezifischen Jugendschutzgesetzen. Natürlich kamen auch die sportlichen Aktivitäten selbst bei ländergemischten Turnieren nicht zu kurz. Fußball auf hohem Niveau sahen die Jugendlichen dann bei Trainingseinheiten und einem Freundschaftsspiel des Bundesligisten Werder Bremen. Ausgesprochen wichtig  waren für die jungen Menschen das gemeinsame „Erlebnis Nordsee“ und das Inselleben. Der Lebensraum des Weltnaturerbes Wattenmeer, vor allen Dingen Ebbe und Flut, sind in Kaunas und Chodziez nicht bekannt. Und so waren eine Wattwanderung, der Besuch des Nationalparkhauses mit Vorträgen und eine Stadtführung ein Muss während des Aufenthaltes.

Gemeinsames Grillen von Länderspezialitäten und eine Insel-Foto-Rallye rundeten das vielfältige Programm ab. Auch Landrat Friedel Heuwinkel und Hans E. Rass als Vertreter des Staatsbades und der Stadt Norderney ließen es sich nicht nehmen, die jungen Europäer persönlich zu begrüßen. „Alles in allem war das eine tolle Sache. Drei unterschiedliche Nationalitäten treffen hier in dieser Form sonst nicht aufeinander“, zog Frank Schwäbisch, Leiter des Inselquartiers, ein positives Resumee. Sozialen Medien wie Facebook tun nun ihr Übriges dazu bei, dass der Austausch nach Ablauf der Begegnung auch aus den Heimatländern hinaus klappt.

Fotos: Kreis Lippe