Mit Autokran und viel Fingerspitzengefühl

Paderborn.  Mit Hilfe eines 220 Tonnen Autokrans, zwei Baggern und viel Fingerspitzengefühl wurde jetzt am Ludwigsfelder-Ring im Bereich der Kreuzung mit dem Dahler Weg ein rund 25 Tonnen schweres Schachtbauwerk für die Entwässerung der Wohngebiete an der Warburger Straße, des Ludwigfelder Rings und des Dahler Wegs eingebaut. Das rund drei mal drei Meter große massive Betonfertigteil musste langsam mit dem Autokran in Position gehoben werden, während ein Bagger und Mitarbeiter der Firma Hermanns vor Ort vorsichtig nachjustierten, damit das Bauwerk auch an der richtigen Stelle sitzt. Danach musste noch ein massives Verbindungsrohr eingesetzt werden, um das vorhandene Rohr vor Ort mit dem Bauwerk zu verbinden.

Mit viel Feingefühl musste das rund 25 Tonnen schwere am Autokran hängende Schachtbauwerk mit dem Baggerarm in Position gedreht werden, bevor es abgesetzt werden konnte. Foto: © Stadt Paderborn

Mit viel Feingefühl musste das rund 25 Tonnen schwere am Autokran hängende Schachtbauwerk mit dem Baggerarm in Position gedreht werden, bevor es abgesetzt werden konnte. Foto: © Stadt Paderborn

Der Einbau des Schachtbauwerkes ist Bestandteil der derzeit laufenden Arbeiten entlang des offenen Entwässerungsgrabens zwischen Ludwigsfelder Ring und Hochstiftstraße. Der offene Graben gräbt sich durch fortlaufende Erosionen immer tiefer in das Gelände ein und gefährdet so die Standsicherheit des Ludwigsfelder Rings. Um dies in Zukunft zu vermeiden, wird der Graben jetzt auf einer Länge von rund 100 Metern verrohrt. Außerdem werden im Zuge dieser Arbeiten verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Fließgeschwindigkeit des anfallenden Niederschlagswassers zu drosseln. Hierfür werden Prall- und Stauplatten eingebaut, die variabel sind und dem anfallenden Niederschlag angepasst werden können. Dies ist besonders bei Starkregenereignissen im Sommer von großer Bedeutung. Denn schon bei einem statistisch einmal im Jahr auftretenden 15-minütigem Starkregenereignis fallen an dieser Stelle 1.773 Liter Wasser pro Sekunde an. Bevor das Wasser aus dem in Zukunft verrohrten Grabenstück in den offenen Graben geführt wird, wird es durch ein Tosbecken aus Bruchstein und über eine rund 90 Meter lange offene Drosselstrecke geführt. Grüne Wabenelemente aus Kunststoff und Felsriegel sorgen hier für eine weitere Drosselung der Fließgeschwindigkeit, um so die Erosion des nicht verrohrten Grabens in Zukunft deutlich zu minimieren.

Die Arbeiten des Stadtentwässerungsbetriebs an dem Graben sollen bis Ende September abgeschlossen werden. Der Fuß-und Radweg entlang des Dahler Wegs zwischen Ludwigsfelder Ring und Hochstiftstraße bleibt bis dahin gesperrt. Ebenso der Geh- und Radweg Am Ludwigsfelder Ring, der ab dem Dahler Weg bis Höhe Dringenberger Weg gesperrt ist.

 

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