Medizinfakultät OWL: CDU steht an der Seite der Wirtschaft

Kreis Lippe. Mit großem Interesse haben der Bielefelder CDU-Landtagsabgeordnete Ralf Nettelstroth und sein lippischer Kollege Walter Kern den Appell der Wirtschaft in Ostwestfalen Lippe für die Einrichtung einer medizinischen Fakultät aufgenommen.

Nettelstroth hatte sich bereits in der Vergangenheit als Mitglied des Wissenschaftsausschusses, Kern als Mitglied des Gesundheitsausschusses, für die Einrichtung einer Medizinfakultät an der Universität Bielefeld stark gemacht. „Das klare Bekenntnis der Wirtschaft für die medizinische Fakultät unterstreicht, wie wichtig diese Infrastruktur für den Standort OWL ist“ betonen die beiden Abgeordneten.

Auch im Hinblick auf die am 17.4.2013 angesetzte Anhörung zur medizinischen Fakultät im Wissenschaftsausschuss des Landtags hoffen sie, dass die rot-grünen Regierungsfraktionen die Zeichen der Zeit erkennen. „Die Landesregierung steht unter Zugzwang“ betont Nettelstroth. „Ganz OWL braucht die Medizinfakultät und ganz OWL will sie. Jetzt gilt es Farbe zu bekennen und die Voraussetzungen zur Gründung einer medizinischen Fakultät zu schaffen. Wir werden der Landesregierung einen weiteren Wortbruch nicht durchgehen lassen!“
„Ostwestfalen-Lippe ist auch in besonderer Weise mit Hausärzten unterversorgt“ so Walter Kern. „Die Klebeeffekte einer Medizinfakultät vor Ort ermöglichen es uns dem Ärztemangel vor allem im ländlichen Raum auch langfristig vorzubeugen und die medizinische Versorgung qualitätsvoll sicherzustellen. Wer in OWL studiert lässt sich hier oft auch nieder“ erklärt Kern.

Auch sei der Nutzen der medizinischen Fakultät für Forschung und Lehre auch an den zu beteiligenden Kliniken in OWL von der Landesregierung bislang vollkommen verkannt worden. „Es ist kaum eine strukturpolitische Maßnahme denkbar, die so viele positive Synergieeffekte mit sich bringt“ weiß Nettelstroth.

Die aktuelle Kooperation der Universität Bielefeld und der OWL-Kliniken mit der Universität Bochum könne nur eine Zwischenlösung darstellen, sind sich beide Landtagsabgeordneten einig. „Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes“ so Kern. Außerdem habe die Einrichtung einer neuen Fakultät in der Region einen wesentlichen Vorteil: „Eine Fakultät in OWL wird aufgrund geringerer Fixkosten günstiger zu unterhalten sein“ ist sich Kern sicher.