Martina Navratilova/Michael Stich bezwingen Anastasia Myskina/Stefan Edberg

HalleWestfalen. Einen besseren Startschuss für die 20. GERRY WEBER OPEN hätte es nicht geben können.

Rund 10.000 Zuschauer erlebten am Sonntagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein im GERRY WEBER STADION >Tennistainment< der Extraklasse.

Im Rahmen der >Champions Trophy< der Tennislegenden setzten sich Michael Stich und Martina Navratilova gegen Stefan Edberg und Anastasia Myskina mit 5:7, 6:2, 10:8 durch.

Die eigentlichen Gewinner waren aber die ostwestfälischen Tennisfans, die rund 90 Minuten Tennisunterhaltung vom Allerfeinsten erlebten. Schon beim Empfang der vier ehemaligen Weltklassespieler feierten die Zuschauer ihre Stars, die sie ein wenig in die „gute alte Zeit“ des Rasentennis zurückversetzten. Zusammen gewannen Edberg, Myskina, Stich und Navratilova insgesamt 26 Grand Slam-Titel im Einzel – und alle vier zeigten, dass sie nichts von ihrem unglaublichen Ballgefühl eingebüßt haben. Wie vor 20 Jahren eilte speziell Edberg bei ausnahmslos jedem eigenen Aufschlag ans Netz und lieferte sich gerade mit Michael Stich das ein oder andere Volley-Privatduell.

Als jüngste Spielerin auf dem Platz musste derweil die 31-jährige Anastasia Myskina die meisten Meter machen, während die >Grand Dame< des Tennis, Martina Navratilova, zeigte, dass sie nach wie vor mit großer Leidenschaft bei der Sache ist. Noch am Vortag war Navratilova bei den Legenden-Matches der French Open aktiv. „Ich habe gestern noch auf Suzanne Lenglen in Roland Garros gespielt. Der Court dort ist doch ein wenig anders als dieser tolle Rasenplatz hier. Deshalb kann man sich auch sehr schnell an ihn gewöhnen“, erklärte die 18fache Grand Slam-Siegerin.
Dem „legendären Quartett“ war schon beim Betreten des ostwestfälischen Rasens anzumerken, wie viel Spaß ihnen der Auftritt macht. Da durfte zwischendurch auch eine Live-Band die Stimmung anheizen, mal waren gleich zwei Bälle im Spiel, oder es wurde am Stuhl von Schiedsrichter Christian Rabe gesägt. „Meine Mutter hat mir gesagt, wenn du nichts Gutes über jemanden sagen kannst, dann sage lieber gar nichts“, meinte Navratilova nach dem Match mit einem Augenzwinkern, freute sich aber vor allem über die Stimmung im Haller GERRY WEBER STADION. „Für die Spieler ist es ein Traum hier dabei zu sein. Vor allem weil der Weg vom Stadion zum Hotel so kurz ist.“ Auch Stefan Edberg zeigte sich beeindruckt von der Atmosphäre: „Was für ein wunderschönes Stadion und welch unglaubliche Atmosphäre. So etwas erlebt man nicht alle Tage. Ich bereue es ein wenig, nicht schon zu meiner aktiven Zeit hierhergekommen zu sein. So war es ein toller Tag, auch wenn ich verloren habe.“

Bildzeile: Erstklassige Unterhaltung ehemaliger Weltklassespieler im Mixed-Duell der >Champions Trophy< (von links): Michael Stich, Martina Navratilova, Turnierdirektor Ralf Weber, Anastasia Myskina und Stefan Edberg. © GERRY WEBER OPEN (HalleWestfalen)