Lippische Wirtschaft auf Vorjahresniveau

Detmold. In den 117 lippischen Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wurden im ersten Halbjahr 2012 2,6 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das entspricht dem Vorjahresniveau. „Während der Export um zwei Prozent wuchs, war die  Inlandsnachfrage rückläufig“, erklärt Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK) diese Entwicklung. Die Exportquote, das ist der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, lag mit 46,8 Prozent unverändert auf hohem Niveau (NRW 43,4 Prozent).

Mit einem Plus von 18 Prozent meldet der Maschinenbau überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten. Auch Metallindustrie sowie Nahrungs- und
Futtermittelindustrie konnten ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern.

In der Elektroindustrie, Lippes größter Einzelbranche, schrumpften die Einnahmen um 3,2 Prozent. Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft  waren rückläufig. Starke Umsatzeinbrüche mussten Druckereien (- 18 Prozent), die Möbelindustrie (- 15 Prozent) und  die chemischen Industrie (- 13 Prozent) hinnehmen.

Erfreulich entwickelten sich die Beschäftigtenzahlen: 23.787 Personen fanden in der lippischen Industrie einen Arbeitsplatz. Das waren 3,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die meisten neuen Arbeitsplätze bot die Elektroindustrie. Mit einem Plus von 9,1 Prozent stieg die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Branche auf 8.458. Aber auch der Maschinenbau und die Metallindustrie informierten über starke Zuwächse. In der Möbelindustrie gingen dem gegenüber in nennenswertem Umfang Arbeitsplätze verloren. Aktuell finden 1.910 Personen in dieser Branche einen Arbeitsplatz.