Lippische Industrie will den Imagewechsel

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Wollen eine Lanze für die lippische Wirtschaft brechen: Bernhard Sander (Hanning Elektro-Werke), Michael Brune (dekora-design), Diana Schuhmacher (house of pet design), Professor Gunther Olesch (Phoenix Contact) und Moderator Thorsten Wagner (v. l. n. r.). (Foto: IHK Lippe)

Kreis Lippe. Dass Lipper zwar auf dem Land, aber nicht hinterm Mond leben, soll jetzt noch bekannter werden. Die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe), der Arbeitgeberverband Lippe und die Wirtschaftsjunioren Lippe wollen den Imagewechsel mit einer Kampagne forcieren. Sie startete in dieser Woche mit einem klaren Ziel: Über die Bedeutung der  lippischen Industrie informieren und parallel die Qualitäten der Region herausstellen. Zu der Auftaktveranstaltung bei der IHK Lippe kamen gestern über 200 Gäste.

Das Gabriela-Koch-Trio schlug mit dem bekannten Ohrwurm „Happy“ gleich in die richtige Kerbe. Der Spaß soll bei der Kampagne nicht zu kurz kommen und Selbstironie spielt ebenfalls eine Rolle. Ausgeheckt wurde die neue Strategie von der Agentur „Men at Work“ und einem Steuerungskreis aus der hiesigen Wirtschaft.  Tenor war unisono: Die Industrie ist der Wirtschaftsmotor der Region. Aber den wenigsten ist das bekannt. Deshalb will die Kampagne aufklären, informieren, Verständnis schaffen, Image steigern, die Industrie greifbarer und nahbar machen.

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IHK-Präsident Ernst-Michael Hasse: „Wir wollen unser Imageproblem angehen, weil die heimische Industrie alle etwas angeht.“ Sie präge maßgeblich den Alltag, schaffe innovative Produkte und stifte einen wichtigen gesellschaftlichen Nutzen. Nun sollen mehr Lipper erfahren, wie vielfältig die industrielle Landschaft in der Region ist. Gleichzeitig soll auch über die Stärke des hiesigen Handels- und Dienstleistungsangebotes aufgeklärt werden. „Wir brauchen attraktive Innenstädte, damit wir unsere Fachkräfte halten“, ist Hasse überzeugt. Das Credo der Kampagne ist für Hasse klar: „Wir wollen Begeisterung wecken.“ Das Motto kommt an, über 150 Unterstützer aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft haben sich der Kampagne bereits angeschlossen.

Martin Kannegießer, Unternehmer aus Vlotho mit Wohnsitz in Lippe, brach in seinem Impulsvortrag eine Lanze für die Industrie und den international aufgestellten Mittelstand. „Wenn wir nur Kunden in Deutschland beliefern würden, wären wir Dienstag nach der Frühstückspause mit der Produktion fertig“, betonte der Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall. Der weltweite Markt erfordere vom Mittelstand so manche Klimmzüge, die dieser meisterhaft bewältige. Er lobte beispielhaft die duale Berufsausbildung in Deutschland und stellte fest, dass man die deutschen Unternehmen für diese Strukturen im Ausland sehr schätze. „Nichts ist schwerer zu ersetzen als das Kollektivwissen der eigenen Mitarbeiter.“ Nachhaltigen Applaus erntete  Kannegießer für seine guten Wünsche, die er der Kampagne der Lipper mit auf den Weg gab.

Die Imagekampagne soll vor allem den Dialog zwischen Unternehmen und der lippischen Bevölkerung fördern. Getreu dem  Motto: „Lipper sind bodenständig, aber mit ihren Produkten weltweit unterwegs.“ Man muss nur drüber reden…Unterstützt wird das Ganze von bunten Anzeigen in Tageszeitungen, Radiospots, Roll-ups (beispielsweise für Firmenpräsentationen oder auf Messeständen) sowie durch viele Werbeartikel (Kaffeetassen, Kugelschreiber etc.).

Mehr Infos online auf www.industrie-lippe.de.