Letzte Chance nutzen

Lemgo. Der Countdown läuft! Wer noch einmal in den Genuss kunstvoll geschnitzter und gedrechselter Objekte aus dem Erzgebirge kommen möchte, hat noch bis einschließlich Sonntag, 20. Januar, im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake Gelegenheit dazu. Die aktuelle Sonderausstellung „Weyhnacht – Bergmänner, Lichterengel und Kinderspielzeug aus dem Erzgebirge“ neigt sich nach eineinhalb Monaten erfolgreicher Laufzeit nun dem Ende entgegen.

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Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Januar dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu bestaunen.

Leuchtende Glockenengel, figurenreiche Krippen und Puppenstuben, Bauernhöfe und Miniaturspielzeug soweit das Auge reicht! Im Rahmen der Ausstellung kann man sich auf mehr als 1000 Objekte aus dem Erzgebirge freuen. Einige von ihnen sind so klein, dass sie sogar in eine Streichholzschachtel passen. Andere wiederum sind einen Meter groß. Die Rede ist von einer fünfstöckigen, drehbaren Pyramide aus dem 19. Jahrhundert.   

Ein Mitglied des museumseigenen Freundeskreises hatte angeregt, die private Sammlung der Eheleute Dr. Brockhaus aus Lemgo in den neuen Ausstellungsräumen zu zeigen. Eine Seite der Familie ist im Erzgebirge verwurzelt und hat über Jahrzehnte hinweg die dort entstandene Volkskunst gesammelt, gekauft oder auch geschenkt bekommen. 

Zum Hintergrund: Im 19. Jahrhundert erfuhr der Bergbau im Erzgebirge einen konjunkturellen Einbruch. Die Bergleute mussten sich einen Nebenerwerb suchen. Was lag da näher, als das Holz des waldreichen Gebirges nicht mehr nur als Grubenholz zu nutzen? So entstanden zauberhafte Figuren, die bis heute wunderbare Stimmung verbreiten.     

Der Bergbau und die christliche Symbolik hängen dabei eng miteinander zusammen. So gehören Bergmann und Engel als Lichterträger wie Zwillinge zueinander. Lichter und Glocken spielten im Bergbau eine lebenswichtige Rolle. Ohne Kerzen hätten die Bergleute im Stollen nichts gesehen und die Bergglocke zeigte den Stand des Grundwassers an. Einer dieser Stollen hieß sogar „Weyhnacht“ – und wurde somit Namensgeber für die neue Sonderausstellung im Weserrenaissance-Museum.

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