Kreatives, das man löffeln kann

Thorsten Führ erläutert Maria Unger wie die Verpackung um den Pudding kommt

Gütersloh. Der Erdbeere bleibt die Nummer eins. Kirsch und Heidelbeer folgen, wenn es um die geschmacklichen Vorlieben in Deutschland geht. Gerührt, geschichtet und angerichtet: Die Joghurt- und Dessertkompositionen aus der Großmolkerei an der Hans-Böckler-Straße 50 sind vielfältig. 185 Produkte werden bei FrieslandCampina am Gütersloher Standort hergestellt. 300 000 Kilogramm Rohmilch finden in einer Produktion von täglich zwei Millionen Bechern ihre Vollendung. Am Standort Gütersloh sind zurzeit 318 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 15 Auszubildende.
Wie die Produktion gesteuert wird und neue Kreationen entstehen, darüber konnten sich jetzt Bürgermeisterin Maria Unger und Wirtschaftsförderer Rainer Venhaus bei einem Unternehmensbesuch inklusive Betriebsbesichtigung informieren. Gleichzeitig konnte die Gelegenheit genutzt werden, um den neuen Werksleiter Olaf Hauschild kennenzulernen, der als Nachfolger von Konrad Hubinger seit Mitte Oktober letzten Jahres den Standort Gütersloh betreut.

Am Standort Gütersloh tut sich etwas. Markus Brettschneider, Direktor von FrieslandCampina Deutschland, informierte darüber, dass in diesem Jahr allein in Projekte zur Restrukturierung acht Millionen Euro investiert würden. Es sei notwenig zu modernisieren und Prozesse zu optimieren, um sich für den Wettbewerb aufzustellen. In diesem Zusammenhang sei es auch zwingend, in Deutschland insgesamt 230 Stellen abzubauen.

Gleichzeitig bekenne man sich zum Standort Gütersloh, so Brettschneider. Hatte Friesland Campina bereits vor zwei Jahren das Werk mit einer Investition von 22 Mio. Euro ausgebaut, so sind für die kommenden Jahre weitere 30 Mio. Euro als Investition geplant.

Auch in Sachen Umweltschutz wird in diesem Jahr investiert. Die neue Kläranlage mit einem neuen Pumpwerk, einem Abscheider und einem Rückhaltebecken als Ergänzung zum Klärbecken soll in diesem Jahr eingerichtet werden. Kanäle und Schächte im Außenbereich werden ebenfalls saniert. Auch zu diesem Thema steht FrieslandCampina in engem Kontakt mit der Stadt und insbesondere mit dem Klärwerk Putzhagen.

Doch nicht nur wenn es um bauliche Fragen geht, suchen Stadtspitze und Unternehmen den direkten Dialog. Beim Unternehmensbesuch geht es vor allem darum, den Kontakt zu pflegen und sich über den Standort Gütersloh auszutauschen. „Wir nehmen unsere Verantwortung ernst“, sagte Markus Brettschneider.
Bild:  Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Stadt Gütersloh