Klimaschutzpreis: Preisträger benannt

Bielefeld (bi). In nicht öffentlicher Sitzung hat der Rat der Stadt Bielefeld jetzt beschlossen, den Umwelt- und Klimaschutzpreis 2014 an die
Bienen-Arbeitsgruppe der Fakultät für Biologie an der Universität Bielefeld zu vergeben. Der Preis ist dotiert mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Als Termin für die Preisverleihung ist der 2. Mai vorgesehen.

Die Arbeitsgruppe engagiert sich in besonderer und nachahmenswerter Weise für den Bestand der für die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen existentiell wichtigen Imkerei, den damit verbundenen Artenerhalt und die Verbreitung des Wissens elementarer ökologischer Zusammenhänge.

Acht Bienenvölker werden zurzeit durch die Bienen-AG an der Universität von fünf Mitgliedern unter Anleitung von Dr. Stephan Unger und Dr. Nils Hasenbein betreut. Die 2006 gegründete Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, vor allem – aber nicht ausschließlich – Studierende der Biologie für Bienen und Imkerei zu begeistern.

Honigbienen sind einerseits Lieferanten für Honig und Wachs, andererseits durch ihre faszinierende Biologie interessante Objekte für Schule, Studium und Forschung. Unter Studierenden finden sich zahlreiche Interessenten, die häufig weder die Ressourcen haben, selber Bienen zu halten, noch langfristig damit rechnen können, an einem Ort zu bleiben und dort Imkerei zu betreiben.
Die Interessierten erhalten einen intensiven Einblick in die Arbeit mit Honigbienen. Eine der Gründungsideen der Gruppe ist, dass eine spätere
Wiederaufnahme des Hobbies Bienenhaltung durch diesen Kontakt mit dem Thema wahrscheinlicher wird. Auf diese Weise sollen Multiplikatoren im Privatbereich, aber auch an Schulen und Umwelteinrichtungen, geschult
werden.

Die Gruppe hat in der Vergangenheit Vortragsreihen an der Universität organisiert und Mitglieder haben Vorträge bei Imkervereinen gehalten. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die „Uni-Bienen“ und ihr Verhalten in wissenschaftliche Studien einzubinden.

Die Tiere werden in der Gruppe weder einseitig als Nutztier noch als Forschungsobjekt behandelt. Ziel  ist es vielmehr, eine Verknüpfung zwischen beidem zu schaffen und so Interessierten einen Einstieg in die Bienenhaltung, Imkern einen Einblick in die Bienenbiologie und Wissenschaft und angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen Einblick in die Imkerei zu bieten.