Kinderbuchautor Eberhard Gast begeistert Kinder für Sprache

Leope_2013_1.Lippe. Eine Lesung von Eberhard Gast alias „Leopé“ ist ein ganz besonderes Erlebnis, denn der Maler, Autor und Dichter liest nicht nur einfach vor, sondern bezieht die Kinder mit Mitmach- und Bewegungsgedichten aktiv mit ein. Mit seinem interaktiven Programm „Grünschnabel, Leopé und ich“ ist Gast bereits seit drei Jahren auf Reisen und begeistert die Kinder mit der spannenden Geschichte rund um das Thema „Ich“, die er mit Hilfe von gemalten Stabfiguren und Live-Zeichnungen am Flipchart auch bildhaft greifbar macht. Im Rahmen des Projekts „Lippe liest“ der Stiftung „Für Lippe“ reiste Eberhard Gast alias „Leopé“ durch die Region und führte sein Programm an sechs lippischen Grundschulen durch.

„Das Lesen ist neben dem Schreiben und Rechnen eine notwendige Basiskompetenz, die es den Schülern früh und vor allem rechtzeitig und nachhaltig zu vermitteln gilt“, informierte Brigitte Spethmann-Heitlage vom Stiftungsrat der Stiftung Für Lippe. Aus diesem Grund führt die Stiftung seit 2005 das Programm „Lippe liest“ durch, das u.a. Autorenlesungen, Vorlesewettbewerbeund Workshops zur Sprachförderung enthält. „Wir investieren jedes Jahr mehr als 5.000 Euro in die Autorenlesungen. Vergangenes Jahr sind mehr als12.500 Euro Fördergelder der Stiftung in das Projekt ‚Lippe liest‘ geflossen“, ergänzte Spethmann-Heitlage. Vom 23. bis 25. September war Leopé in den ersten und zweiten Klassen von sechs lippischen Schulen zu Gast. Bereits 2011 ist er mit seiner Lesung in Lippe auf Einladung der Stiftung unterwegs gewesen. Alfred Westermann vom Buchhaus am Markt in Detmold hat den Kinderbuchautor auf seiner Lesereise durch Lippe begleitet. Er organisierte zudem die Büchertische im Anschluss an die Lesung. Um eine Lesung beworben hatten sich insgesamt 31 lippische Grund- und Förderschulen. Die Stiftung Für Lippe hat die Bewerbungen eingehend geprüft
und nach unterschiedlichen Kriterien bewertet. „Neben der inhaltlichen Bewertung der Bewerbung waren weitere Kriterien zur Auswahl der Gewinnergrund Stiftung Für Lippeschulen wichtig, so u.a. der Gewinn vorheriger Autorenlesungen der Stiftung, die Anzahl der eingereichten Bewerbungen im Vergleich zu den erhaltenden Lesungen und die Verteilung über die Region Lippe“, erläuterte Miriam Bent, die für die Koordination des Projekts bei der Stiftung verantwortlich ist. Ausgewählt für eine Lesung wurden die Grundschule Heiligenkirchen, die Pestalozzischule Blomberg, die Grundschulen Waddenhausen, Kirchheide und Schieder sowie die St.-Marien-Schule in Lügde.

Weitere Informationen finden sich unter www.fuer-lippe.de. Über „Lippe liest“: Neben dem Schreiben und Rechnen gilt das Lesen als wichtigste Basiskompetenz. Wer fähig ist zu lesen, kann sich in der von Schrift geprägten Welt (Ortsschilder, Bedienungsanleitungen etc.) zurechtfinden. Doch vielen Men-schen in Deutschland mangelt es an dieser Basiskompetenz. So gibt es mehr als 14 Prozent (rund 7,5 Mio. Menschen) funktionale Analphabeten. Auch die allgemeine Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler ist im internationalen Vergleich nur durchschnittlich. Dies liegt u.a. auch daran, dass 42% der Eltern ihren Kindern nicht mehr regelmäßig vorlesen, obwohl genau das laut Studien positive Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern hat. Aus diesem Grund führt die Stiftung „Für Lippe“ seit einigen Jahren das Programm „Lippe liest“ durch, das Autorenlesungen, Vorlesewettbewerbe, Workshops zur Sprachförderung und Lesepatenschaften der Lippischen Landes-
Zeitung für Schulen enthält. Auf diese Weise bietet sie den KiTas, Grundschulen und weiterführenden Schulen eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Projekten zur Leseförderung.

BU: Autor Eberhard Gast alias Leopé bereitet den Kindern mit seiner interaktiven Lesung ein lustiges und einprägsames Lese- und Spracherlebnis. (Foto: Lippe)