Jugendamt schafft großzügigen Mehrzweckraum

Wohlfühlatmosphäre: Rainer Mohnfeld, Jugendamtsleiter, Jutta Riechmann, Bereichsleiterin im Sozialen Dienst Jugendhilfe, und Bianca Kanning, Mitarbeiterin der „Frühen Hilfen“, freuen sich über die neue Einrichtung. Foto: Stadt Minden

Minden. Begleitete und unbegleitete Besuchskontakte, Beratungsgespräche oder Kontakte zwischen Vormündern und ihren Mündeln – das breite Angebot des Mindener Jugendamts stellt an die Raumsituation besondere Anforderungen. Deshalb wurde im Mindener Rathaus ein neuer Multifunktionsraum eingerichtet.

Sonnenlicht durchflutet den 70 Quadratmeter großen Raum 1.40, lustig tanzen Schatten über die in einem freundlichen Vanilleton gestrichene Wand. Eine Spielküche, eine Kindersitzecke, ein Schaukelelch und mit Spielzeug reich gefüllte Boxen laden zum Spielen ein. Der Spielecke gegenüber animiert eine knallrote Polstergarnitur zum Verweilen. Ein heller, mit bunten Kerzen dekorierter Tisch bietet Platz für Besprechungen. Durch Mobiliar und Pflanzen geschickt vom Rest des Raumes abgegrenzt, stehen zwei Arbeitsplätze.

Die rund 2.450 Euro, die für die Ausstattung mit Mobiliar und Spielzeug aufgewendet wurden, betrachtet Jugendamtsleiter Rainer Mohnfeld, als „äußerst sinnvolle Investition“. Nichts an dem hellen, großzügigen Raum erinnert mehr an seine vorherige Nutzung als Archiv des Standesamts. Auch durch eine günstige Lage im Rathaus zeichnet sich das „Multifunktionszimmer“ aus: Der Raum 1.40 liegt in der ersten Etage und ist über barrierefreie Zugänge (Eingang „Ratskeller“ oder Eingang „Bürgerhalle“) leicht zu erreichen.

Zu ihren Präsenzzeiten dient das neu gestaltete Zimmer Bianca Kanning und Mirjam Frömrich, Ansprechpartnerinnen für die „Frühe Hilfen“, einem Präventionsangebot für werdende Eltern und Familien mit Kindern von 0 bis 3 Jahren, als Büro. „In unserem Berufsalltag beraten wir häufig in sensiblen Themen und Angelegenheiten“, erklärt Kanning. „Eine angenehme Atmosphäre, wie wir sie hier schaffen konnten, wirkt in solchen Gesprächen als Nährboden.“

Außerhalb der Präsenzzeiten der „Frühen Hilfen“ wird der Raum unter anderem für durch Mitarbeiter des Jugendamtes begleitete und unbegleitete Besuchskontakte genutzt. „Dabei kann es sich um Eltern-Kind-Kontakte im Rahmen von Pflegeverhältnissen oder um Umgangskontakte nach Trennungen oder Scheidungen handeln“, gibt Jutta Riechmann, Bereichsleiterin im Sozialen Dienst Jugendhilfe, einige Beispiele. Darüber hinaus eignet sich der Raum für Beratungs-, Konflikt- und Fachgespräche im Rahmen des gesamten Spektrums der Jugendhilfe.