„Jugend musiziert“

Detmold. Zu den Wertungsspielen des diesjährigen Jubiläums-Wettbewerbs – des 50. Wettbewerbs „Jugend musiziert“ – lädt die Johannes-Brahms-Schule im Namen des Kreises Lippe und der unterstützenden Sparkasse Paderborn-Detmold am ersten Februarwochenende herzlich ein.

Junge, begabte Musiker im Alter zwischen sechs und siebenundzwanzig Jahren, die einen ausgeprägten musikalischen „Sportsgeist“ haben, können sich bei dieser Talentschmiede am 2. und 3. Februar vorstellen. Dann wird für die Region Detmold-Süd im Gebäude der Johannes-Brahms-Schule, Woldemarstraße 23 in Detmold der Wettbewerb in sieben Kategorien ausgetragen. Alle Wertungsspiele sind öffentlich bei freiem Eintritt für die Besucher. Die Veranstalter freuen sich auf viel Publikum, das zu einer schönen und anregenden Konzertatmosphäre beiträgt.

Insgesamt 105 Teilnehmer haben sich aus den Kreisen Höxter, Lippe und Paderborn angemeldet. Fünf Jurys werden die musikalischen Arbeitsergebnisse der Kinder und Jugendlichen im Leistungsvergleich bewerten und über eine eventuelle Preisvergabe entscheiden:
Am Samstag treten ab 10 Uhr in der Duowertung die Holzbläser und Pianisten an, ab 15.30 Uhr die Blechbläser mit ihren Duopartnern. Um 10.30 Uhr beginnt die Wertung für die Violinspieler der Altersgruppen Ia und II, also der Sechs- bis Zwölfjährigen. Einige der jungendlichen Klavierbegleiter wollen sich ebenfalls dem Urteil der Jury stellen.

Am Sonntagmorgen setzen die Geigen in den Altersgruppen III und IV ab 11 Uhr die Solowertung fort. Ab ca. 12.15 Uhr ist bei den beiden Cellospielern der Altersgruppe Ib viel Humor im Spiel, wenn sie Antonio Vivaldis Tollheiten (La Follia) oder eine Humoresque von Michail Bukinik der Jury vorstellen.

Um 11.30 Uhr beginnt mit der Solowertung „Pop-Gesang“ die einzige Kategorie, bei der auch eine Verstärkeranlage zur Ausrüstung gehören darf. Hier sind auch Eigenkompositionen der Solisten Bestandteil des Pflichtprogramms, sind Hits von Adèle ebenso zu hören wie Songs aus bekannten Musicals.

Um 12.30 Uhr beginnt die Solowertung für eines der besonders vielseitigen Instrumente: auf dem Akkordeon erklingen Tänze aller Stilrichtungen, lautmalerische Phantasien und musikalische Stadtbeschreibungen. Von Pachelbel bis Piazzolla reicht die Reise durch die Epochen der Musikgeschichte und verspricht so ein kurzweiliges Konzert trotz der circa dreistündigen Wertungszeit zu werden.

Zum Teil ungewöhnliche Besetzungen sind ab 13.30 Uhr bei der Ensemblewertung „Alte Musik“ zu hören. Zwischen 1600 und 1770 haben die Komponisten des Früh- bis Hochbarock gelebt, deren Werke hier z.B. mit Doppelbesetzungen von Harfen oder Fagotten eine opulente Klangfarbigkeit versprechen.
Verleihung eines Sonderpreises der Kreise Lippe, Höxter und Paderborn

Diese Kategorie, mit Besetzungen von drei bis fünf Instrumenten, setzt bei allen Beteiligten ein hohes Maß an Teamgeist und Einsatz voraus, müssen doch u.a. zahlreiche Proben koordiniert und ermöglicht werden. Das Aufeinander-Hören – um eine saubere Intonation, präzise Einsätze und Ablösungen zu erarbeiten, die für einen musikalischen Genuss unerlässlich sind – hat hier höchste Priorität. Verantwortung für sich und die anderen zu übernehmen, den eigenen Part in den Dienst des Ensembles zu stellen – für einen nur gemeinsam gelingenden Erfolg sind all die Fertigkeiten und Tugenden gefragt, die auch für eine funktionierende, vielfältige, lebenswerte Gesellschaft Voraussetzung sind. Dies war es den Kreisen Lippe, Höxter und Paderborn Wert, zum 50-jährigen Bestehen des Wettbewerbs Jugend musiziert gerade in dieser Kategorie einen Sonderpreis auszuloben. „Mit der Verleihung eines Sonderpreises zum 50-jährigen Bestehen des Wettbewerbs möchten wir ein Zeichen setzen für das gemeinsame Musizieren“, erläutert der Landrat des Kreises Lippe, Friedel Heuwinkel, die Beweggründe. „Ausgelobt wird ein Preisgeld von 600 Euro für das beste Ensemble des diesjährigen Regionalwettbewerbs mit mindestens drei Mitwirkenden.“ Sollte es mehrere Ensembles mit gleicher Punktzahl geben, gewinnt das Ensemble mit den meisten Mitwirkenden und bei erneutem Gleichstand das mit dem jüngsten Ensemblemitglied. Überreicht wird der Sonderpreis durch Landrat Heuwinkel beim Preisträgerkonzert am Sonntag, den 3. März um 11 Uhr im Detmolder Sommertheater.
Da jedes vorgetragene Programm Musik aus verschiedenen Epochen enthalten muss und je nach Alter und Kategorie zwischen 6 und 30 Minuten dauert, versprechen die beiden Wettbewerbstage mit ihrer knisternden und erwartungsvollen Atmosphäre für die Besucher ein äußerst abwechslungsreiches musikalisches Kaleidoskop zu sein. Stärken kann man sich zwischendurch bei einem Imbiss in der kleinen
Cafeteria, in der sich Schüler, Eltern, Lehrer und Förderverein der Johannes-Brahms-Schule um die Besucher kümmern.

Wertungen außerhalb der Residenz

Um für die Teilnehmer und Jurys interessante Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen, werden von Fall zu Fall Wertungen in verschiedenen Regionen zusammengelegt. So werden einige Solokategorien und die Kategorie „Zupf-Ensemble“ am 26./27. Januar in der Musik- und Kunstschule in Bielefeld ausgetragen und die Wertung „Vokal-Ensemble“ geht – ebenfalls am ersten Februarwochenende – in die Region Münsterland.
Bild: Sparkasse Paderborn-Detmold