Josefschule Büren startet mit neuem Träger der OGS

Büren. Die Josefschule in Büren, die mit der Grundschule Harth/Weiberg den Grundschulverbund „Wegwarte“ bildet, führt nun schon seit rund zehn Jahren eine Offene Ganztagsschule (OGS). An fünf Tagen in der Woche können die Kinder bis jeweils 16.00 Uhr betreut werden.

Träger war bisher der Förderverein der Schule, der den Offenen Ganztagsbereich ehrenamtlich geführt hat. Seit Beginn dieses Schuljahres ist nun die Sozialwerk Sauerland GmbH Träger der Offenen Ganztagsschule.

 Frau Tönnissen-Michels, Vorsitzende des Fördervereins, erzählt, wie schwer die Entscheidung gefallen sei, die Trägerschaft in professionelle Hände zu geben. „Mit unseren ehrenamtlichen Kräften sind wir einfach an unsere Grenzen gestoßen. Der Offene Ganztagsbereich wurde immer größer, sodass wir die Arbeit nicht mehr zufrieden stellend erledigen konnten. Vor allem der große Verwaltungsaufwand war ein Problem.“

 Natürlich habe man sich zu Anfang Sorgen gemacht, wie es weitergehen wird und auch die Eltern und Kinder seien besorgt gewesen. Aber all diese Gedanken habe man sich ja Gott sei Dank völlig umsonst gemacht, da die Zusammenarbeit mit dem neue Träger, der Sozialwerk Sauerland GmbH, äußerst angenehm sei und zudem auch eine deutliche Erleichterung darstelle, schließlich habe man eine große Verantwortung getragen. Nicht zuletzt dankt sie Frau Degener, zuständige Abteilungsleiterin der Stadt Büren. „Wir haben uns immer gut von Frau Degener beraten gefühlt. Die Stadt hatte immer ein offenes Ohr für uns und hat nie ohne unser Einvernehmen gehandelt. Wir sind froh, so schnell einen Träger gefunden zu haben“, führt sie weiter aus.

 Nachdem der Förderverein die Trägerschaft fristgerecht bei der Stadt Büren gekündigt hatte, wurde ein Ausschreibungsverfahren zur Vergabe der Trägerschaft durchgeführt.

 „Für uns war dieser Schritt des Fördervereins absehbar“, erklärt Frau Degener. Mit Blick auf die zeitliche Belastung sowie die große Verantwortung auch in Bezug auf die rechtlichen Rahmenbedingungen könne sie die Entscheidung durchaus nachvollziehen, führt sie weiter aus. Es sei lediglich eine Sondersitzung des Ausschusses für Familie, Bildung und Generation erforderlich gewesen. Die einzelnen Parteien seien sich schnell einig gewesen, was das Prozedere sehr vereinfacht und auch verkürzt habe.

 Auch die Leiterin des Offenen Ganztagbereiches, Anita Küppers, ist mit dem neuen Träger äußerst zufrieden. Die Zusammenarbeit sei effektiv und vor allem habe es keine spürbaren Veränderungen für die Kinder und Eltern gegeben. Der Trägerwechsel habe eigentlich sogar einen Vorteil gebracht, durch die Unterstützung und den Wegfall des Verwaltungsaufwandes kann viel mehr Zeit für die Betreuung der Kinder verwendet werden. „Außerdem ist seit diesem Schuljahr eine Schulsozialarbeiterin im Einsatz. Morgens betreut sie bei Bedarf die Kinder im Unterricht und nachmittags steht sie in der OGS zur Verfügung“, erzählt Anita Küppers.

 Herr Schug, Geschäftsführer der Sozialwerk Sauerland GmbH, ist froh, sich für die Trägerschaft des Offenen Ganztagsbereiches an der Josefschule entschieden zu haben. „Wir haben eine gut aufgestellte Offene Ganztagsschule vorgefunden und sehen daher keinen Anlass, schwerwiegende Änderungen vorzunehmen. Auch das Personal konnte übernommen werden, sodass die bekannten Betreuungspersonen für die Kinder weiterhin zur Verfügung stehen.“

 Die gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe ist 1976 gegründet worden und unterstützt bedarfgerecht und alltagsorientiert bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Die Organisation ist bereits Träger von rund 25 Offenen Ganztagsbereichen und auch in Paderborn und der näheren Umgebung mehrfach vertreten.

 Auch Christian Jakob, stellvertretender Schulleiter, ist von dem neuen Träger angetan. „Bevor die Sozialwerk Sauerland GmbH ihre Bewerbung um die Trägerschaft abgegeben hat, haben Herr Schug und Herr Diekmann, Fachbereichsleiter für Schule und Bildung der Sozialwerk Sauerland GmbH, uns besucht, um zu prüfen, ob unserer Einrichtung zu ihnen passt“, führt er weiter aus. Das habe schon von Anfang an einen positiven Eindruck hinterlassen. Außerdem sei es sehr angenehm, auf die jahrelange Erfahrung des Verbandes zurückgreifen zu können.

 Herr Schug erklärt, man habe durch die vielen Jahre in diesem Tätigkeitsfeld durchaus schon viel Erfahrung sammeln können. „Wir haben uns erst nach der Besichtigung beworben, da wir sicher sein wollten, was uns erwartet. Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine gute Zusammenarbeit nur möglich ist, wenn bei der Übergabe im Einvernehmen aller Beteiligten gehandelt wird“, führt er weiter aus. Hier an der Josefschule seien sie aber von allen sehr wohlwollend aufgenommen worden.

 Momentan betreut die OGS der Josefschule 65 Kinder mit 7 Betreuern und 2 Jahrespraktikantinnen. Es wird für ein Mittagessen und eine Hausaufgabenbetreuung in kleinen Gruppen gesorgt. Auch die Freizeitmöglichkeiten sind vielfältig. „Wir bieten immer wechselnde AG´s, wie zum Beispiel eine Sport- und Spiel-AG oder auch Entspannungs-AG´s. Besonders froh sind wir, im Winter das Hallenbad nutzen zu können“, erklärt Frau Küppers.