Johanneswerk fordert Veränderungen in der Pflege

An die Pflege denken_JohanneswerkBielefeld. „An die Pflege denken!“ Diese Forderung stellte das Ev.
Johanneswerk jetzt an Günter Garbrecht (SPD), Landtagsabgeordneter und
Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales.
Johanneswerk‐Vorstand Dr. Bodo de Vries überreichte ihm die Forderungen der
bundesweiten Kampagne. „Das ist eine Baustelle, an der wir arbeiten müssen“,
betonte Garbrecht.

Die Kampagne „An die Pflege denken“ wurde initiiert von Diakonie und DEVAP
(Deutscher Ev. Verband für Altenarbeit und Pflege). Gemeinsam haben sie
detaillierte Forderungen entwickelt, die die Situation von Pflegebedürftigen,
pflegenden Angehörigen und Beschäftigten in der Pflege verbessern sollen.
Bundesweit möchten sie mit der Kampagne Politiker auf das drängende Thema
aufmerksam machen.

„Es geht zum Beispiel darum, den Stellenwert der Pflege in der Gesellschaft zu
erhöhen, einen gesetzlichen Tariflohn in der Pflege sicherzustellen oder das
Engagement der pflegenden Angehörigen mehr anzuerkennen“, erläutert Dr. de
Vries. Die Politik müsse dafür die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen. „Die
Landesregierung fängt dieses Thema auf“, versprach Garbrecht. „Bei der
Förderung der Pflege sind wir die Nummer Eins in Deutschland“.

Das Ev. Johanneswerk ist einer der großen diakonischen Träger Europas. Rund
6.200 Mitarbeitende sind in mehr als 70 Einrichtungen tätig. Die diakonischen
Angebote richten sich an alte und kranke Menschen sowie Menschen mit
Behinderung, Kinder und Jugendliche. Die Altenhilfe ist das größte Arbeitsfeld
des Trägers: Rund 3.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen etwa 3.400
alte und pflegebedürftige Menschen in stationären Einrichtungen und
ambulanten Angeboten.

Foto: Christian Weische

BU: Dr. Bodo de Vries (rechts), stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Ev.
Johanneswerks, überreichte die Forderungen der Kampagne an Günter
Garbrecht.