Jobcenter veranstaltet Nachvermittlungsaktion

Nachvermittlungsaktion des Jobcenters: Rudolf Obermeier (IHK Lippe zu Detmold), Rolf-Rüdiger Geismann (HWK), Cevat Kilic (Jobcenter Lippe / Arbeitgeberberater) zeigen Sebastian Haase die Möglichkeiten auf, noch an einen Ausbildungsplatz zu kommen. Foto: Kreis Lippe

Lippe. “Ich habe gedacht, es ist schon zu spät, aber da sind ja noch ganz viele Ausbildungsstellen frei!“, freut sich Sebastian Haase. Der 22-Jährige hatte bereits alle Hoffnung auf eine Ausbildung in diesem Jahr aufgegeben. Durch die Nachvermittlungsaktion des Jobcenters Lippe sieht er nun doch noch eine Chance, einen Ausbildungsplatz als Maler und Lackierer zu bekommen. „Jetzt heißt es, die Gunst der Stunden zu nutzen für alle, die noch keinen Platz gefunden haben“, sagt Wolfgang Eidmann, Fachgebietsleiter Fallmanagement für die unter 25-Jährigen beim Jobcenter Lippe und Initiator der Aktion. 

Rund 60 ausbildungsplatzsuchende Arbeitslosengeld-II-Beziehende sind momentan noch unversorgt. Sie wurden nun vom Jobcenter Lippe zu einem Aktionstag eingeladen. Gekommen sind auch Rolf-Rüdiger Geismann von der Handwerkskammer und Rudolf Obermeier von der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold. Sie informieren darüber, wo noch Stellen frei sind und beraten die Jugendlichen über berufliche Perspektiven oder Alternativen, wenn in dem Wunschberuf kein Ausbildungsplatz zur Verfügung steht. „Wir haben mit sehr engagierten Jugendlichen gesprochen und bei gut 100 noch offenen Ausbildungsstellen sehen wir große Chancen, viele von ihnen mit den passenden Arbeitgebern optimal zusammenzuführen“, so die Vertreter der Kammern. „Meine Bewerbungsunterlagen schicke ich sofort los“, versichert Sebastian Haase, dem gleich drei Ausbildungsstellen zum Maler und Lackierer vorgeschlagen wurden. Er ist froh darüber, dass ihm dabei die Dozenten in der „Aktivierungshilfe für Jugendliche“ helfen. Die Qualifizierungsmaßnahme im Auftrag des Jobcenters unterstützt Jugendliche auf ihrem Weg in Ausbildung. Wolfgang Eidmann zeigt sich zuversichtlich, dass auch den verbleibenden Jugendliche in den nächsten Tagen Angebote gemacht werden können.“ Die strukturierte Unterstützung der Jugendlichen durch die qualifizierte Beratung unseres Fallmanagements, zielorientierte Qualifizierungsmaßnahmen und besondere Angebote wie die Nachvermittlungsaktion tragen Früchte. So finden auch Jugendliche mit schwierigeren Ausgangsbedingungen einen Ausbildungsplatz“, macht Eidmann deutlich.

Als kommunaler Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende führt das Jobcenter Lippe in diesem Jahr die Nachvermittlungsaktion erstmalig in alleiniger Verantwortung durch. „Wir haben dabei besonderen Wert darauf gelegt, dass jeder Teilnehmer ausreichend Zeit hat, sich ausführlich beraten zu lassen und im direkten Austausch mit den Kammern seinen beruflichen Wegeplanung individuell zu besprechen“, so Eidmann. Etwa 80 Ausbildungsstellenvorschläge haben Geismann und Obermeier in der gut besuchten Veranstaltung ausgegeben. So lautet denn auch die einhellige Meinung aller Beteiligten am Ende des Tages: „Das war eine sinnvolle und gute Aktion, die wir auf jeden Fall wiederholen werden!“