Jobben muss angemeldet werden

KREIS LIPPE. Wenn Arbeitslosengeld-II-Empfänger nebenbei arbeiten und Geld verdienen, so müssen sie das dem Jobcenter mitteilen. Dies gilt auch für ihre Kinder, die wie viele ihrer Freunde und Mitschüler im Sommer einen Ferienjob annehmen.

„Wer jobbt, der sammelt auch berufliche Erfahrungen und entwickelt seine Persönlichkeit weiter. Daher unterstützt der Gesetzgeber es ausdrücklich, wenn die betroffenen Kinder arbeitsloser Eltern sich in den Ferien Geld dazuverdienen“, erklärt Michaela Krupke, Fachgebietsleiterin im Jobcenter Lippe für das Fallmanagement von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren. Deshalb wird ein Verdienst in Höhe von bis zu 1.200 Euro brutto von Ferienjobs, die eine Dauer von vier Wochen nicht überschreiten, nicht an das Arbeitslosengeld II angerechnet und dürfen ohne Abzug behalten werden. Zu beachten ist jedoch, dass der Verdienst vorher dem Jobcenter mitgeteilt werden muss.

„In den Ferien zu jobben, ist ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens. Alle Jugendlichen lernen so den Wert von Arbeit kennen und erleben, wie sie sich dank ihrer eigenen Arbeitsleistung Wünsche erfüllen können. Diese Erfahrungen sollen Kinder aus Arbeitslosengeld-II-Familien natürlich auch sammeln können“, so Krupke. Wenn die Betroffenen sich unsicher seien, ob ein Job anrechnungsfrei ist, können sie sich an ihren persönlichen Ansprechpartner im Jobcenter wenden.