Jetzt den Gartenboden testen

Umweltberaterin Beate Gahlmann berät gern zum Düngen im Garten und zur aktuellen Gartenbodenaktion. Foto: Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Stadt Gütersloh

Gütersloh (gpr). Den meisten Hobby-Gärtnern und Rasenbesitzern ist gar nicht bewusst, dass die oft durchgeführte Düngung nach Gefühl viele Gefahren und Probleme mit sich bringt. Durch eine unausgewogene Nährstoffversorgung des Bodens verschlechtert sich im Nutzgarten die Qualität des Gemüses. Die Pflege des Rasens wird meist aufwendiger. Auch zu beachten ist, dass Rosen andere Bodenverhältnisse benötigen als Moorbeetpflanzen wie Rhododendron oder Heide. Zudem belastet ein Zuviel an Nährstoffen den Boden und das Grundwasser.

Die Umweltberaterin Beate Gahlmann rät deshalb allen Gartenbesitzern in Abständen von drei bis vier Jahren den Nährstoffzustand des Bodens zu überprüfen. „Nur wer den Nährstoffgehalt kennt, kann gezielt düngen und schont damit Boden und Grundwasser“, so die Umweltberaterin.

Die Stadt Gütersloh nimmt Gartenbodenproben aus den Beeten von Privatgärten während der diesjährigen Herbstaktion in der Zeit von Montag, 5. November, bis Freitag, 9. November, entgegen. Der Preis pro Probe beträgt 10 Euro. Analysiert wird der Boden auf den pH-Wert, pflanzenverfügbares Phosphor, Kalium und Magnesium. Anschließend erhalten alle Teilnehmer eine spezielle auf ihren Garten ausgerichtete Düngeempfehlung.

Interessierten Gütersloher Bürgerinnen und Bürgern erläutert die Umweltberaterin Beate Gahlmann vom Fachbereich Umweltschutz, Eickhoffstraße 33, Telefon 82 20 88 gern, wie die Probenahme erfolgen muss. Nachzulesen ist die Anleitung auch im Internet unter www.umweltberatung.guetersloh.de.

Über die Jahre hat sich gezeigt, dass Untersuchungsergebnisse von Teilnehmern, die nach ein paar Jahren den Gartenboden erneut analysieren ließen, meist ein verbessertes Nährstoffverhältnis im Boden haben. Sie hatten ihre Düngegewohnheiten der Beratung entsprechend umgestellt und sind dabei gezielter auf den Bedarf der jeweiligen Pflanzen eingegangen. Auch wurde beobachtet, dass die Pflanzen besser gedeihen und auch weniger mit Schädlingsbefall zu kämpfen hatten.

Seit 1994 wurden von der Gütersloher Umweltberatung etwa 2.500 Düngeberatungen für Hobbygärtner auf Basis von Nährstoffanalysen Gütersloher Gartenbodenproben aus Gemüsebeeten, Gehölz-, Stauden- und Rasenflächen durchgeführt. Die Analyseergebnisse zeigen immer wieder, dass Gemüsebeete in der Regel mit Kalk und Phosphat stark überdüngt und Rasenflächen häufig zuviel Kalk, aber zu wenig Kalium enthalten