Ja zum Teutoburger Wald

Bielefeld. Das Thema Fracking beschäftigt seit Monaten die Politik. Mit wachsender Sorge beobachtet Deutschlands großer Getränkehersteller Christinen Brunnen die Bestrebungen, die umstrittene Erdgasfördermethode in Deutschland zuzulassen. Wenngleich die Bundesregierung voraussichtlich vor der Bundestagswahl kein neues Gesetz mehr auf den Weg bringen wird, bleibt die große Frage: 

Was kommt danach auf uns zu?

Fest steht zum jetzigen Zeitpunkt: Die Ergasfördermethode Fracking birgt wegen der Einbringung großer Mengen Chemikalien in die Gesteinsschichten unüberschaubare Risiken. Der Diplom- und Hydrogeologe Frank Schmidt aus Bielefeld kommt nach eingehenden Untersuchungen der Beschaffenheit der Naturlandschaft Teutoburger Wald zu einem eindeutigen Ergebnis: „Eine risikofreie Erschließung ist nicht realistisch.“

Christinen Brunnen-Geschäftsführer Carsten Heß lehnt die Fracking-Freigabe deshakb konsequent ab und verlangt notwendigen Schtz – nicht nur für sein Unternehmen sondern für die gesamte Region mit ihrer Millionen Jahre alten Naturlandschaft, mit ihren Bächen, Flüssen, Seen und ihren vielen Mineral- und Heilquellen. „Niemand kann mit Sicherheit ausschließen, dass durch die Methode Risse oder Löcher im Gestein entstehen. Schon das Eindringen geringster Mengen toxischer Fracking-Flüssigkeiten kann die ursprüngliche Reinheit des natürlichen Mineralwassers gefähden.“

Das wäre für Unternehmen wie Christinen Brunnen existenzbedrohend, da natürliches Mineralwasser völlig unberührt sein muss und nicht – wie beispielsweise Trinkwasser – aufbereitet werden darf, da es sonst die amtliche Anerkennung verliert.

Für das Traditionsunternehmen Christinen Brunnen gibt es nun nur einen Weg: Verantwortung für den Standort und die Region übernehmen: „Hunderttausende Menschen sind hier von Wasser und Trinkwasser, von Natur und Tourismus abhängig. Wir müssen nachhaltig und umsichtig mit unseren Ressourcen umgehen.“, erklärt Heß und will dafür sorgen, dass „wir den Verbrauchern auch weiterhin absolut reines, natürliches Mineralwasser aus den unberührten Tiefen des Teutoburger Waldes garantieren können.“

Bild: OWL-Journal/JR