Internationales Schulgartenprojekt

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Pflanzaktion mit Bürgermeisterin Maria Unger und Schulleiter Uwe Heidemann: Das Ewoca 3-Camp bleibt den 18 Teilnehmern aus Minsk/Belarus, Gradacac/Bosnien und Gütersloh in bester Erinnerung.

Gütersloh (gpr). Gemeinsam etwas gestalten, diskutieren und sich austauschen: Das gelingt besonders gut bei einem konkreten Projekt, wie an der Hauptschule Nord. Im Rahmen des Projektes „Ewoca3“, ein Förderprogramm für internationale Jugendbeziehungen, arbeiten zurzeit 18 Jugendliche und deren Betreuer aus Minsk/Belarus, Gradacac/Bosnien und aus Gütersloh in einem Workcamp zusammen. An der Hauptschule Nord gestalten die Jugendlichen einen Platz mit Bänken im Schulgarten, an dem später Schülerinnen und Schüler zusammenkommen können. Im Rahmen dieser Aktion pflanzten die Jugendlichen auch einen Apfelbaum. Bürgermeisterin Maria Unger wünschte den Jugendlichen in ihrer Begrüßung, „dass die internationalen Jugendbeziehungen genauso viele Früchte tragen werden wie der Apfelbaum.“

Vor Ort wird das Programm Ewoca³, gefördert vom Land NRW und der Stiftung Mercator, vom Fachbereich Jugend und Bildung der Stadt Gütersloh durchgeführt. Das Projekt steht unter dem Titel „Conflict and Community“. „Konflikte und deren Lösung stellen im Alltag vieler Jugendlicher einen wichtigen Aspekt dar, seien es persönliche Probleme oder Rassismus und Nationalismus“ begründet Galina Müller, Sozialpädagogin und Teamerin, die Auswahl des Themas. „Jugendliche aus anderen Ländern kennen zu lernen, zusammen inhaltlich zu arbeiten, zu kochen und natürlich auch zusammen viel Spaß zu haben baut menschenverachtenden Ideologien vor und trainiert ein gutes Miteinader“ ergänzt Müller.

Das Workcamp in Gütersloh war bereits der letzte Teil des gemeinsamen Projektes der Jugendlichen. Die Teilnehmer, die am 10. August angereist sind, haben bereits vier Tage im Stalag in Stukenbrock gearbeitet, und haben sich vier Tage in Berlin mit der deutschen Geschichte und der deutschen Gegenwart auseinander gesetzt.

„Auch das Campleben gehört mit zum Programm“ sagt Edvin Ramic, Betreuer der bosnischen Gruppe. Denn die Sprachbarrieren zu überwinden, den Campalltag mit Kochen und Abwaschen zu meistern und ein Team zu werden, stellt die erste Herausforderung an die Gruppe da. „Eine Aufgabe, die diese zweifellos geschafft hat“, so Ramic.

Foto: Stadt Gütersloh