Interkulturelle Öffnung der Verwaltung

Detmold. Zülfiye Kaykin, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales, hat gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Lippe, Friedel Heuwinkel, die Partnervereinbarung „Vielfalt verbindet. Interkulturelle Öffnung als Erfolgsfaktor“ unterzeichnet. Mit der Vereinbarung sollen die Ziele der Landesinitiative „Mehr Migrantinnen und Migranten in den Öffentlichen Dienst – Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“ im Kreis Lippe umgesetzt werden. „Interkulturelle Öffnung ist ein Muss in der heutigen Arbeitswelt. Wir können auf die Potentiale der Menschen mit Migrationshintergrund nicht verzichten und müssen gleichzeitig die interkulturelle Kompetenz aller Beschäftigten stärken“, sagte Staatssekretärin Kaykın am 15. August 2012 in Detmold.

Ein Ziel der Landesinitiative ist es, mehr Menschen mit Migrationshintergrund in die Verwaltung zu bekommen. Dort soll sich der hohe Anteil der in Nordrhein-Westfalen lebenden Migrantinnen und Migranten widerspiegeln.

Im Bürgerservice sind interkulturelle Kompetenz und Sprachkenntnisse beson-ders gefragt. Staatssekretärin Zülfiye Kaykin (rechts) überzeugt sich davon mit (v.l.): Semra Stroh (Leiterin des Bürgerservice), Integrationsbeauftragte des Kreises Sabine Beine, Landrat Friedel Heuwinkel und an ihrem Arbeitsplatz sitzend Silvia Yüsün.

„Wir Lipper sind stolz, der erste Landkreis zu sein, der sich als Partner der Landesregierung anschließt“, sagte Landrat Heuwinkel. Fast jeder vierte Lipper habe einen Migrationshintergrund „Bundesweit sind wir eines der Hauptzuzugsgebiete von Aussiedlern und Spätaussiedlern. Wir gehen besonders bei der beruflichen Integration voran – in der Kreisverwaltung haben bereits rund ein Drittel der Auszubildenden einen Migrationshintergrund“, erklärte Heuwinkel.

Die Partnervereinbarung mit der Landesregierung will der Landkreis nun nutzen, um weitere Maßnahmen der interkulturellen Öffnung umzusetzen. Zum Beispiel bietet die Verwaltung Schulungen an – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle Führungskräfte sollen etwa fit gemacht werden für Gespräche mit Kunden unterschiedlicher Herkunft. Im Gegenzug bietet das Integrationsministerium dem Landkreis unter anderem in Workshops eine Plattform zum Informationsaustausch an. Auch erhält der Landkreis die Möglichkeit, auf gemeinsamen Veranstaltungen mit dem Land oder im Netz unter www.interkulturell.nrw.de seine Projekte vorzustellen.

„Die Partnervereinbarung mit dem Kreis Lippe ist ein wichtiger Baustein unserer Landesinitiative. Unser Grundgedanke der interkulturellen Öffnung wird vor Ort umgesetzt“, betonte Staatssekretärin Kaykın.

Foto: Kreis Lippe