IHK Präsident besucht WAGO

Minden. Ortwin Goldbeck, Präsident der Industrie-  und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK), machte heute (29.08.2012) auf seiner diesjährigen Ausbildungstour  bei  einem  besonders engagierten  Ausbildungsbetrieb im Altkreis
Minden Station. Gemeinsam mit IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff und  IHK-Geschäftsführer  Swen Binner diskutierte Goldbeck mit den  Verantwortlichen der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG über aktuelle Herausforderungen und Probleme auf dem Ausbildungsmarkt.
„Wir möchten die Ausbildungsleistungen vorbildlich ausbildender Unternehmen unterstreichen. Im Zuge der positiven Ausbildungsentwicklungen im IHK-Bereich wird es bei rückläufigen Bewerberzahlen  immer schwieriger, angebotene Ausbildungsstellen auch adäquat besetzen zu können. Vor allem weniger bekannte Unternehmen müssen ihr Ausbildungsmarketing verstärken und auch praktisch begabteren Jugendlichen eine Chance im Unternehmen geben“, erläuterte Goldbeck. Nach seinen Worten müssten alle am Ausbildungsprozess Beteiligten die Unternehmen in ihrer Werbung für duale Ausbildung unterstützen. Die große Bedeutung beruflicher Bildung für die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen und als Garant für eine geringe Jugendarbeitslosenquote können nach seinen Worten nicht hoch genug geschätzt werden.
Die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG ist ein in dritter Generation unabhängig am Markt operierendes Familienunternehmen mit Stammsitz in Minden und zählt nach Firmenangaben zu den international richtungsweisenden Anbietern elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik. Im Bereich der Federklemmtechnik ist WAGO Weltmarktführer.  Weltweit beschäftigt WAGO mehr als 5.600 Mitarbeiter, davon rund 3.000 in Deutschland. Der Umsatz betrug 2011 über 565 Millionen Euro. „Um auch in Zukunft als Wegbereiter innovativer Technologien international Maßstäbe setzen zu können, hat die Nachwuchsförderung für uns einen ganz besonderen Stellenwert“, hob Sven Hohorst, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, hervor. Er erläuterte, dass WAGO bei seinen Auszubildenden nicht nur stark auf Praxisnähe, sondern vor allem auf intensive persönliche Betreuung setze. Erst kürzlich hatte das High-Tech-Unternehmen erstmals bei einem „Tag der Ausbildung“ in Minden mehr als 600 Besucher über seine vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten informiert.
Bei dem Unternehmensbesuch standen die Frage der Ausbildungsreife junger Erwachsener, die Zusammenarbeit mit der Berufsschule, das Unternehmensmarketing für berufliche Bildung und die Unterstützung der IHK in Fragen rund um die Berufsausbildung im Mittelpunkt. So verwies Goldbeck insbesondere auf das IHK-Projekt „Kooperation IHK – Schule – Wirtschaft“, bei dem die IHK die Zusammenarbeit zwischen allgemein bildenden Schulen und Unternehmen vermittelt. Ein weiterer Baustein zur Verbesserung der Ausbildungsreife bestehe in den von der IHK-Akademie angebotenen Berufsstarterseminaren „Fit in die Ausbildung“, in denen beispielsweise gezielt Mathematikkenntnisse vertieft oder Regeln für „Knigge im Job“ vermittelt würden.