Heuwinkel fordert unabhängiges Gutachten zum Trassenverlauf

Trassenverlauf-der-Fa-TenneKreis Lippe. Der lippische Südosten muss gemeinsam mit den Nachbarkommunen eine Einheit bei der Diskussion um die geplante SuedLink-Stromtrasse bilden. Deshalb strebt Landrat Friedel Heuwinkel an, direkt nach den Osterferien mit seinen Landratskollegen aus Höxter, Hameln-Pyrmont und Holzminden sowie den entsprechenden Bürgermeistern ein neutrales Gut-achten einzufordern, dass den geplanten Verlauf der Strom-trasse überprüfen soll. „Dann haben wir fundierte Informationen, um mit der holländischen Betreiberfirma Tennet über den Trassenverlauf zu diskutieren“,  sagt Landrat Friedel Heuwinkel.

Bisher sei von Tennet keine verständliche Erklärung für den vorgestellten Trassenverlauf geliefert worden. „Warum die Trasse südlich von Hannover von der A7 abknickt und einen fast 50 Kilometer langen Umweg macht, ist für uns absolut nicht nachvollziehbar“, unterstreicht Heuwinkel. Zwar habe sich Tennet bei der Planung der nun vorgestellten Vorzugsvariante an gesetzlichen Vorgaben orientiert, der Schlenker über das Weserbergland sei jedoch nicht nachvollziehbar und auf Nachfrage hin auch bisher nicht begründet worden.

Vor weiteren Diskussionen über örtliche Trassenführungen, Verkabelungen und andere Details muss Tennet Antworten zum generellen Trassenverlauf liefern. Unabhängig davon sei es ebenso wenig nachvollziehbar, dass  im Bereich der Ortschaften Rischenau und Biesterfeld von der bis dahin verfolgten Trasse der 380 kV-Leitung abgewichen wird und die 500 kV-Leitung östlich um die Orte herumgeführt wird“, so Heuwinkel weiter. Die Einkesselung eines Ortes mit Stromleitungen könne demnach nicht zugelassen werden. „Wenn wir die Energiewende hin zu Erzeugung aus regenerativen Energien erfolgreich vollziehen wollen, muss der Mensch und seine Lebensqualität bei Diskussionen auf allen politischen Ebenen immer im Vordergrund stehen.

BU: Nicht nachvollziehbar: Der von Tennet vorgelegte Trassenverlauf macht einen „Umweg“ über das Weserbergland.

Bild: Kreis Lippe