Heftige Unwetter verhageln Bürener Filmnacht

Foto: Stadt Büren

Büren. Gegensätzlicher hätten die Bilder kaum sein können. Wo vor einer Stunde Kinder noch fröhlich in der Hüpfburg tobten und sich bei strahlendem Sonnenschein die Gesichter bemalen ließen, standen die Helfer jetzt knöcheltief im Wasser und schwarze Gewitterwolken verdunkelten den Himmel.

Mit viel Herzblut und Elan hatte das Organisationsteam um Wirtschaftsförderer Jan Hüttner diese Veranstaltung auf die Beine gestellt. Die Film- und Medienstiftung NRW hatte Büren als einziger Standort in Ostwestfalen für die Veranstaltungsreihe FilmSchauPlätze NRW ausgewählt und mit „Black Swan“ einen Film ausgesucht, auf den sich viele Filmfreunde aus nah und fern seit Wochen gefreut hatten. Über 400 Sitzplätze reihten sich in den Almeauen vor der riesigen Leinwand und warteten auf die Gäste. Die Mitarbeiter des Bauhofs Büren hatten im Vorfeld wieder ganze Arbeit geleistet und die Bürener Gastronomen und Dienstleister mit allem versorgt, damit ein attraktives Rahmenprogramm geboten werden konnte. Alles stand bereit, um den Gästen und Besuchern in dieser traumhaften Kulisse einen spannenden Abend zu bereiten.

Stürmische Gewitter und Regenschauer machten dieses Vorhaben in den frühen Abendstunden jedoch zunichte. Heftige Sturmböen und Blitze verwandelten die Almeauen binnen Minuten in eine Art Sumpflandschaft. Kleinere Regenpausen ließen die Organisatoren anfänglich noch hoffen, doch anhaltende Unwetterwarnungen und Blitzeinschläge in unmittelbarer Nähe zwangen letztlich zum Abbruch der Veranstaltung.

Foto: Stadt Büren

Eigens für die Veranstaltung angereist, zeigte sich Anna Fantl, Projektleiterin bei der Film- und Medien Stiftung, beeindruckt vom Durchhaltevermögen der etwa 70 ausharrenden Besucher und versprach, wiederzukommen. Hartnäckig habe Wirtschaftsförderer Hüttner der Düsseldorferin von der traumhaften Almewiese und den Sehenswürdigkeiten Bürens vorgeschwärmt und sie dann bei einem Besuch für den Standort gewinnen können, so Fantl. „Das ist hier so eine eindrucksvolle Kulisse und so viele engagierte Menschen unterstützen dieses Projekt, da müssen wir einfach wiederkommen“ sagte die Filmfrau weiter.

Wirtschaftsförderer Hüttner dankte allen Beteiligten für deren unermüdlichen Einsatz und versprach, einen neuen Versuch zu starten, was die Ausharrenden mit viel Beifall quittierten.

Zu Ende war diese Kinonacht, die keiner wohl so schnell vergessen wird, jedoch noch lange nicht. Bei einem Bierstand brannte das Licht bis 1:00 Uhr und das ein oder andere Fass soll wohl noch die Kehlen hinuntergelaufen sein, bevor in den Almeauen nur noch der prasselnde Regen zu hören war.

Trotz der buchstäblich ins Wasser gefallenen Premiere der Kinonacht sah man Wirtschaftsförderer Hüttner dann doch noch lächeln – alle Beteiligten hatten versichert, ihn auch beim nächsten mal wieder tatkräftig zu unterstützen.