Gut hören in der Meldestelle und an der Infotheke

Im Test: Die induktive Hörschleife sorgt bei Ulrich Lauch, Behindertenbeauftragter der Stadt Gütersloh, für besseres Hören, wenn Iris Zumbansen, Leiterin der Meldestelle, das Mikro benutzt. Auch (v.l.) Ines Mundt, Christina Koch, Doris Möllenbrock und Marijana Zickel und Melanie Hylski ließen sich von Friedrich Virgo ( I.L.I.S) (Bildmitte) in die Technik einführen.

Gütersloh (gpr). Mit einem weiteren Schritt in Richtung Barrierefreies Rathaus können Hörgeschädigte jetzt an der Infotheke im Rathaus und in der Meldestelle von einer speziellen Technik Gebrauch machen. Die so genannte induktive Hörschleife, die in den Fußboden gebracht wurde, funktioniert über ein Magnetfeld wie ein Lautsprecher. Auf Knopfdruck an dem Hörgerät können Hörgeschädigte über das Mikrofon einen klaren Sprechklang empfangen. „Wichtig ist aber, dass die Betroffenen von dieser Möglichkeit wissen“, sagt der Behindertenbeauftragte Ulrich Lauch.

 „Dreißig Prozent der Deutschen sind schwerhörig“, weiß Lauch. Und vor allem ältere Menschen haben oft Probleme, Gesprächen und Unterhaltungen zu folgen, wenn viele Nebengeräusche im Spiel sind. Gerade hier liegen die Vorteile der induktiven Hörschleife. Die Neben- und Schallgeräusche werden abgemildert und die Stimme des städtischen Mitarbeiters in der Meldestelle wird exklusiv über das Mikrofon geliefert.

 Alle 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Meldestelle erhielten am Dienstag von Friedrich Virgo (I.L.I.A Integratives Leit- und Informationssystem) eine kurze Einführung in die neue Technik. Das Rathaus ist indes nicht die einzige Institution, die diesen Baustein zur Barrierefreiheit nutzt. Auch im Theater gibt es die induktive Hörschleife. Jetzt macht ein entsprechendes Hinweisschild auch an der Infotheke im Rathaus auf diese Technik aufmerksam.

 Foto: Zentrale Öffentlichkeitsarbeit/Stadt Gütersloh