Gesundheitsamt: Vorsicht bei Masern

Bielefeld (bi). Vor dem Hintergrund zunehmender Masern-Infektionen vor allem  in Berlin ruft auch das städtische Gesundheitsamt dazu auf, die Krankheit  ernst zu nehmen und rät zur Impfung.

„Eine Impfung schützt nicht nur die geimpfte Person, sondern auch andere –  zum Beispiel Säuglinge, die die Impfung erst ab dem elften Lebensmonat  erhalten dürfen“, so das Amt. Eltern sollten zudem die Impfpässe ihrer  Kinder überprüfen, ob Masern, Mumps und Röteln (MMR) zweimal geimpft wurden.  Fehlende Impfungen sollten nachgeholt werden. Erwachsene, die nach 1970
geboren wurden und nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft sind oder  ihren Impfstatus nicht kennen, sollten diese Impfung mit einer Dosis  nachholen oder ergänzen. Ältere Personen sind zu nahezu vollständig immun.

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit und gehen mit Fieber, Schnupfen  und Husten sowie einem typischen Hautausschlag mit Beginn im Gesicht und  hinter den Ohren einher. Sie sind auch durch einen komplizierten Verlauf  gekennzeichnet: Lungenentzündung, Ohrentzündung, Durchfall können auftreten.

Besonders gefürchtet ist die Hirnentzündung, die bei einem von 1.000  Erkrankten vorkommt und zum Tode führen kann. Dazu kommen seltenere  Spätkomplikationen ebenfalls im Gehirn mit regelhaft tödlichem Verlauf,  besonders bei Kindern unter fünf Jahren.