Gesangstalente der Kreismusikschule Paderborn fahren zum Landeswettbewerb „Jugend musiziert“

landeswettbewerbKreis Paderborn (krpb). Ein Leben ohne Musik ist für Johanna und Juliane Götz unvorstellbar. Seit die Schwestern denken können, singen und musizieren sie – in der Familie, in der Freistunde, in der Freizeit. Um sich und ihre Stimme weiterzuentwickeln, üben beide seit einem Jahr hochmotiviert und konzentriert auch mit ihrer Gesangslehrerin Annadora Reimer von der Kreismusikschule Paderborn Aussagekraft und Artikulation, die richtige Atemtechnik, Körperspannung und Präsenz. Dass sie schon nach so kurzer Zeit mit ihrem musikalischen Können auf eine ganz große Bühne gehören, bescheinigte ihnen beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ die vierköpfige Expertenjury. Mit 23 und 24 von 25 möglichen Punkten belegten Johanna und Juliane gemeinsam mit ihren Pianistinnen Sophia Sämann und Oxana Richter im Duo direkt den 1. Platz und erhielten somit die Qualifikation für eine Teilnahme am Landeswettbewerb.
Dieser findet am kommenden Wochenende, aus organisatorischen Gründen, im hessischen Schlitz statt.

Im Paderborner Kreishaus begrüßte Landrat Manfred Müller die beiden Gesangstalente, um ihnen die besten Wünsche mit auf den Weg zu geben. „Sie haben beeindruckende Leistungen gezeigt. Das beruht natürlich auf Talent und der Liebe zur Musik. Aber bei einem so renommierten Wettbewerb so weit zu kommen, geht nicht ohne Fleiß und Disziplin. Respekt und herzlichen Glückwunsch“, sagte Landrat Manfred Müller. Der Landrat hob hervor, dass zu einem solchen Erfolg auch jene gehören ,die diese Begabungen erkennen und fördern. Deshalb danke er auch den Eltern und der Musiklehrerin. Junge Talente seien bei der Kreismusikschule Paderborn offensichtlich gut aufgehoben.

„Johanna und Juliane hatten nicht damit gerechnet, bei ihrem ersten Wettbewerb direkt mit Bestnoten abzuschneiden. „Wir wollten der Erfahrung wegen einfach mitmachen“, erzählt Johanna. „Und das hat gut funktioniert und Spaß gemacht“, strahlt die 18-Jährige.
Die Frage des Landrates, was man für einen solchen Erfolg können muss, beantwortet die Bürenerin spontan und mit einem Lachen: „Ich denke, gut singen können“. Ihre 16-jährige Schwester ergänzt, dass „auch das aufeinander Hören“ besonders wichtig sei, denn beide Sängerinnen treten im Duo mit einer Pianistin an.

Eine besondere Herausforderung für die Künstlerinnen sei die Vorgabe, verschiedene Epochen zu bedienen, erklärt der musikalisch-fachliche Leiter der Kreismusikschule Paderborn, Edmund Kleinschnittger.
Sechs Musikstücke unter anderem aus Klassik und Barock werden die Sängerinnen am Wochenende während ihres rund 20 minütigen Auftritts darbieten. Und das auch in Fremdsprachen wie Englisch oder Italienisch.
Stolz ist Edmund Kleinschnittger auf jeden einzelnen Musikschüler – ob er an einem Wettbewerb teilnimmt oder nicht. „Wir freuen uns über jeden einzelnen, den wir fördern dürfen“, so Kleinschnittger.

Große Unterstützung erfahren Johanna und Juliane auch durch ihre Gesangslehrerin Annadora Reimer, mit der sie einmal wöchentlich 45 Minuten zusammenarbeiten. „Sie ist sehr ehrlich und extrem unterstützend“, betont Johanna. „Ihre Begeisterung für die Musik steckt einfach an“. Gerne arbeitet auch die leidenschaftliche Gesangspädagogin mit den Schülerinnen zusammen. „Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass mir diese Aufgabe zugefallen ist“, so Reimer. In jeder Unterrichtsstunde begibt sich die Musikschullehrerin mit den „begabten Schülerinnen“ auf eine „tolle Reise“. Diese führt sie jetzt zum Landeswettbewerb nach Hessen.

Bildunterzeile:
Berühren und verzaubern mit ihrer Musik – die Schwestern Juliane (links) und Johanna Götz. Landrat Manfred Müller (links) und der musikalisch-fachliche Leiter der Kreismusikschule Paderborn, Edmund Kleinschnitter (rechts), drücken die Daumen für den Landeswettbewerb in Hessen.