Gemeinschafts-Projekt „Sonne macht Schule“

Bielefeld. Die Themen Klimaschutz und regenerative Energieerzeugung haben den Bielefelder Jugendring und die Stadtwerke Bielefeld zusammengebracht. Ihr gemeinsames Projekt heißt „Sonne macht Schule“. Die Stadt Bielefeld (ISB) hat dem Jugendring die Dächer von vier Bielefelder Schulen zur Verfügung gestellt. Auf diesen haben die Kooperationspartner jetzt vier große Photovoltaik-Anlagen auf einer Fläche von rund 4.750 Quadratmetern (m2) errichtet. Diese Anlagen werden jährlich 370 Tonnen CO2 einsparen und mehr als 545.000 Kilowattstunden (kWh) Strom in Bielefeld erzeugen. Die Strommenge reicht für 195 Haushalte mit einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 2.800 kWh.

„Das Projekt ‚Sonne macht Schule’ passt gut zu uns. Es ist ein weiterer Baustein im Ausbau erneuerbarer Energien in Bielefeld, welche in unserem Energiekonzept 2020 festgeschrieben sind“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Friedhelm Rieke. Peter Bauer, Vorsitzender des Bielefelder Jugendrings, ergänzt: „Neben einer umweltfreundlichen Energieerzeugung wird das Projekt ‚Sonne macht Schule’ darüber hinaus auch die thematische Auseinandersetzung von Schülern mit den erneuerbaren Energien in Bielefeld fördern.“

Vier Bielefelder Schuldachflächen für Photovoltaik-Anlagen

Die Aufgaben haben sich die Kooperationspartner geteilt: Der Jugendring Bielefeld übernahm die Projektorganisation von der Anmietung der Dachflächen bis hin zur Versicherung der Anlagen des Gemeinschaftsprojektes „Sonne macht Schule“. Die Stadtwerke Bielefeld waren für die örtliche Baubegleitung sowie die technische Bewertung der Projekte zuständig. „Wir übernehmen auch die Betriebsführung der vier Anlagen, da dieses unser alltägliches Geschäft ist“, sagt Dr. Lars-Holger Sobek, Leiter Erneuerbare Energien bei den Stadtwerken Bielefeld.

Finanziert wurden die vier Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Carl-Severing-Schulen, der Gesamtschule Stieghorst, der Senne- und Volkeningschule aus dem zweiten EnerBest-Klimafonds, den die Stadtwerke Bielefeld 2011 auflegten und in dem 1.270 Stromkunden 10,3 Millionen Euro investierten. „Insgesamt wurden 1,35 Millionen Euro in die vier Anlagen investiert. Unsere Stromkunden, die aus Klimaschutzaspekten in EnerBest Klima investierten, sehen hier ein erstes Ergebnis hinsichtlich der Umsetzung weiterer regenerativer Erzeugungsanlagen in Bielefeld“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Brinkmann.

Umweltpädagogisches Konzept in Arbeit
Die Kooperation zwischen den Stadtwerken Bielefeld und dem Bielefelder Jugendring ist mit der Inbetriebnahme der Anlagen längst nicht beendet: „Unsere Zusammenarbeit geht weiter. Die Stadtwerke-Stiftung arbeitet mit dem Jugendring an einem umweltpädagogischen Konzept“, sagt Brinkmann. Peter Bauer vom Jugendring ist sich sicher, dass nach den Sommerferien 2012 die Umweltpädagogik an den Start gehen kann. Das Pilotprojekt soll an der Volkeningschule starten. „Die Stadtwerke-Stiftung und der Jugendring werden der Öffentlichkeit bald das umweltpädagogische Konzept vorstellen“, so Brinkmann.

Bildunterschrift
Schulleiter Thorsten Schätz, Gesamtschule Stieghorst (Mitte) mit den Kooperationspartnern „Sonne macht Schule“ (v. r.) Peter Kreutzer, Stadtwerke Bielefeld, Peter Bauer, Jugendring Bielefeld und Dr. Lars Holger Sobek, Stadtwerke Bielefeld und Uwe Frank (Mitte), der mit seiner Firma für die Installation der Photovoltaik-Anlagen auf zehn Dächern der Gesamtschule Stieghorst verantwortlich war.

Foto: Stephanie Baseler | Stadtwerke Bielefeld