Gemeinsam für den Artenschutz – Landwirte aus Salzkotten erhalten Prämien für Feldvogelschutz

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Kreis Paderborn. 48.500 ha ist das Vogelschutzgebiet „Hellwegbörde“ groß und umfasst damit auch weite Teile des Salzkottener Raumes. Feldvögel wie Kiebitz, Feldlerche oder Wiesenweihe und Kleinvögel wie der Feldsperling nutzen die weiträumige Agrarlandschaft zum Brüten, Rasten und Überwintern. Auf Äckern und Feldern suchen sie Nahrung und Deckung. Seit einigen Jahren aber ziehen sich die Tiere mehr und mehr aus dem Vogelschutzgebiet zurück. Grund ist der Rückgang von Nahrungsflächen und Ackerrandstreifen unter anderem durch Flächenverluste oder veränderte landwirtschaftliche Anbauverfahren.

Eine finanzielle Anerkennung erhalten ab sofort jene Landwirte aus dem Salzkottener Raum, die die Nutzung ihrer Flächen am Feldvogelschutz in der Hellwegbörde ausrichten und ihre Stoppeläcker deshalb nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandeln. „Denn nur diese unbehandelten Äcker können den Tieren im Winter als Nahrungsflächen dienen“, erklärt Britta Perschbacher vom Umweltamt des Kreises Paderborn.

Wer also seinen Stoppelacker (außer Mais) bis zum 28. Februar 2015 nicht mit Herbiziden behandelt, erhält vom Kreis Paderborn auf Antrag Prämien für den Vogelschutz. Diese belaufen sich auf 149 € pro Hektar und können ab sofort beantragt werden.

Klein-, Feldvögel und auch andere Tiere der Feldflur benötigen wintertags eine vielfältige Kulturlandschaft mit Winterbrachen und ungenutzten Ackerrandstreifen mit verschiedensten Wildkräutern, um genügend Nahrung und Zuflucht zu finden. Im Frühjahr bietet diese Landschaft Zugvögeln auf ihrem Weg in den Norden Rast- und Nahrungsplätze.

Weitere Informationen zum Feldvogelschutz und die entsprechenden Antragsunterlagen für die Prämien erhalten Interessierte bei Britta Perschbacher vom Umweltamt des Kreises Paderborn, Aldegreverstr. 10-14, 33102 Paderborn oder telefonisch unter 05251 308 919.