Kleiner sportlicher Vorgeschmack der Volleyball-Europameisterschaft der Frauen

Das ist das Ziel der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen: die Europameisterschaft im eigenen Land und der Spielort HalleWestfalen. Am Rande der European League in Hamburg gab es einen Medientermin mit (von links): Lenka Dürr, Anja Brandt, Bundestrainer Giovanni Guidetti, Margareta Kozuch und Christiane Fürst. © pr-büro sport presse (hallewestfalen)

Das ist das Ziel der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen: die Europameisterschaft im eigenen Land und der Spielort HalleWestfalen. Am Rande der European League in Hamburg gab es einen Medientermin mit (von links): Lenka Dürr, Anja Brandt, Bundestrainer Giovanni Guidetti, Margareta Kozuch und Christiane Fürst. © pr-büro sport presse (hallewestfalen)

Hamburg/HalleWestfalen. Die Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen hat beim einzigen Deutschland-Auftritt in der vergangenen Woche im Vorfeld der Europameisterschaft in Deutschland und in der Schweiz (06. bis 14. September) überzeugt und eine gewisse Vorfreude auf das sportliche Highlight der Saison gemacht. In Hamburg siegte das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti im Rahmen der European League gegen die drei Konkurrenten aus Israel (3:1), Belgien (3:2) und Serbien (3:1) und ist auf dem besten Weg, sich für das Finalturnier der vier besten Teams im bulgarischen Varna (13./14. Juli) zu qualifizieren.

Das Hamburger Publikum feierte die deutsche Mannschaft um Spielführerin Margareta Kozuch und lieferte so einen akustischen Vorgeschmack auf die EM. „Unser Weg ist lang, wir haben schwierige Gruppenspiele vor der Brust“, sagt die 26-jährige Blondine mit Model-Qualitäten, die derzeit für den italienischen Klub Busto Arsizio spielt. Die 1,88 Meter große Offensivspielerin zählt zu den erfahrensten Nationalspielerinnen in der schwarz-rot-goldenen Auswahl und verfolgt wie ihre Mannschaftskolleginnen ein großes Ziel: „Bei der EM 2011 in Serbien wurden wir Zweiter, da ist doch klar, dass man beim nächsten Mal mehr will.“ Dafür absolvieren die Guidetti-Frauen ein umfangreiches Vorbereitungsprogramm. „Wir müssen Qualität auf hohem Niveau erreichen, und zwar so oft wie möglich“, erzählt die gebürtige Hamburgerin.

Doch letztendlich wird es für den avisierten Titelgewinn nicht nur am sportlichen Können liegen, trotz zahlreicher Ausnahmespielerinnen in den Reihen der Nationalmannnschaft. „Die Zuschauer waren eine große Hilfe, das war ein kleiner Vorgeschmack auf die Europameisterschaft“, meinte Mittelblockerin Anja Brandt nach dem Auftritt, denn vom 06. bis 11. September bestreiten die Guidetti-Schützlinge ihre Vorrundenspiele gegen Spanien, Niederlande und Türkei im GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen. Das Turnier in Hamburg diente dem deutschen Team als Vorbereitung auf diese Europameisterschaft im eigenen Lande und demzufolge befindet sich der Kader voll im Krafttraining. „Wir haben eine harte Woche hinter uns mit viel Krafttraining und sind nicht alle super spritzig“, sagte Zuspielerin Kathleen Weiß.

Nach dem leichten Auftaktsieg über Israel zeigte der Vize-Europameister im Spiel gegen die bis dahin ungeschlagenen Belgierinnen eine beherzte Leistung, überzeugte kämpferisch und phasenweise auch spielerisch. „Wir hatten Hochs, aber auch noch Tiefs. Das ist in dieser Phase aber normal. Gut ist, dass die Hochs schon da sind, die Tiefs müssen wir reduzieren“, so Kathleen Weiß. Auch Trainer Guidetti sieht noch Steigerungspotenzial, bleibt jedoch ruhig und fokussiert: „Alles dient der Vorbereitung auf die EM. Was vorher passiert, ist nicht so entscheidend, alles ist auf den September ausgerichtet.“ Vor der Europameisterschaft nimmt die deutsche Mannschaft – wie auch acht andere EM-Teilnehmer – noch am Grand Prix (02. August bis 01. September) teil.

Bis zum diesem Zeitpunkt muss Giovanni Guidetti den derzeit 16 Spielerinnen umfassenden Kader um zwei Spielerinnen reduzieren. „Das ist dann auch mein 14er Kader für die Europameisterschaft.“ Am 06. September beginnt für die deutschen Gastgeberinnen im GERRY WEBER STADION die Vorrunde mit der Partie gegen Spanien (17.00 Uhr). Es folgen die Spiele gegen die Niederlande (07. September um 17.00 Uhr) und EM-Mitfavorit Türkei (08. September um 18.00 Uhr). Deutschland hatte bei der EM 2011 das Finale in Belgrad gegen die Serbinnen erreicht und knapp in fünf Sätzen gegen den Gastgeber verloren. Es war nach der Wiedervereinigung der größte Triumph einer deutschen Frauen-Volleyball-Nationalmannschaft.

Der deutsche 16-er Kader

Zuspiel: Kathleen Weiß (Bergamo/Italien), Denise Hanke (Eczacibasi Istanbul/Türkei), Lena Möllers (Novara/Italien). Mittelblock: Christiane Fürst (Vakifbank Istanbul/Türkei), Corina Ssuschke-Voigt (Lokomotiv Baku/Aserbaidschan), Berit Kauffeldt (Conegliano/Italien), Anja Brandt (Schweriner SC). Außenangriff: Maren Brinker (Wroclaw/Polen), Heike Beier (Bielsko Biala/Polen), Lisa Izquierdo (Dresdner SC), Jana-Franziska Poll (Rote Raben Vilsbiburg), Jennifer Geerties (zur Zeit ohne Verein). Diagonalangriff:Margareta Kozuch (zur Zeit ohne Verein), Saskia Hippe (Prostejov/Tschechien), Libero: Lenka Dürr (Igtisadchi Baku/Aserbaidschan) und Lisa Thomsen (zur Zeit ohne Verein).

Des Weiteren sind Dauerkarten in drei Preiskategorien erhältlich. Die Dauerkarte >Vorrunde<, die sämtliche Partien der Vorrundengruppe A (sechs Spiele an drei Tagen) beinhaltet, ist zum Preis von 38 Euro bis 63,50 Euro zu erwerben. Die Dauerkarte >Standort Halle< mit allen Spielen im GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen (zehn Spiele an fünf Tagen) zum Preis von 55 Euro bis 95 Euro.

Im Detail sind die Ticketpreise im Internetportal der GERRY WEBER WORLD unter www.gerryweber-world.de nachzulesen. Eintrittskarten sind sowohl unter der Tickethotline (05201) 81 80 als auch im Internet unter www.gerryweber-world.de sowie bei allen Ticketmaster-Vorverkaufsstellen erhältlich.