Frauenfilmtage in der Volkshochschule

Bielefeld. Vom 8. bis zum 10. März veranstaltet die Terre des
Femmes-Städtegruppe Bielefeld zum zehnten Mal die Frauenfilmtage. Im Murnau-
und Historischen Saal der VHS werden unterschiedliche Lebenswelten von
Frauen und Mädchen sichtbar gemacht.

Die Filmtage beginnen am Freitag, 8. März, um 11.00 Uhr mit der
Schulvorstellung des argentinisch / deutschen Films „Der deutsche Freund“
(2012). Erzählt wird von der Liebe zweier zwischen Politik und Privatem,
Erinnerung und Zukunft zerrissenen Menschen, die sich von der Vergangenheit
befreien. Um 15.00 Uhr wird die österreichisch / deutsche Koproduktion
„Sidonie“ gezeigt, die das Schicksal eines Roma-Mädchens während der NS-Zeit
in Österreich darstellt. Die Sprach- und Kulturvermittlerin Hasiba
Dzemajlji, die auch als Roma-Aktivistin tätig ist, ist als Referentin
anwesend.

Um 20.30 Uhr geht es weiter mit dem iranischen Film „Heiran“ (2009) von
Shalizeh Arefpour. Er erzählt die Geschichte einer Liebe zwischen dem
iranischen Mädchen Mahi und dem „illegalen“ Einwanderer aus Afghanistan zur
Zeit der Talibanherrschaft.

Der Animationsfilm „Persepolis“ (2007) von Marjane Satrapi und Vincent
Paronnaud steht am Samstag, 9. März, um 14.00 Uhr auf dem Programm. Er
vermittelt eindrucksvoll die jüngere iranische Geschichte aus der
Perspektive eines heranwachsenden Mädchens. Um 17.00 Uhr folgt der Film „Die
Bleierne Zeit“ (1981), ein einfühlsames Zeitgeschichtsdrama von Margarethe
von Trotta, das an das Schicksal der Ensslin-Schwestern angelehnt ist. Um
20.00 Uhr gibt es schließlich den ägyptischen Film „Scheherezade -Tell me a
story“ (2009) von Yousry Nasrallah. Erzählt wird die Geschichte einer
ägyptischen Fernsehreporterin, die durch ihre Recherchen in große
Schwierigkeiten gerät.

Am letzten Tag wird um 11.00 Uhr der US-amerikanische Film „The Help“ (2011)
von Tate Taylor gezeigt, der im Staat Mississippi Anfang der sechziger Jahre
spielt. Um 16.00 Uhr wird erneut „Der deutsche Freund“ vorgeführt. Mit dem
Film von Byambarsuren Davaa unter dem Titel „Das Lied von den zwei Pferden“,
der in Mongolei spielt, enden die Jubiläums-Frauenfilmtage, zu denen auch
Männer willkommen sind.