Fotos für mehr Toleranz und Akzeptanz

Offizielle Eröffnung: Inge Trame (Gleichstellungsstelle für Frau und Mann der Stadt Gütersloh, von links), Bürgermeisterin Maria Unger, Superintendant des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh, Christian Heine-Göttelmann, Diana Besseling (Stadtjugendamt Rheine) , Christian Niemann (Jugendberatungsstelle Rheine), Gleichstellungsbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh Sabine Panneke und Superintendant des Evangelischen Kirchenkreises Halle, Walter Hempelmann, haben die Ausstellung im Kreiskirchenamt Gütersloh feierlich eröffnet. Foto: Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Stadt Gütersloh

Gütersloh (gpr). Der coole Typ in Skaterklamotten oder doch eher der traditionelle Mann klassisch im Anzug und Krawatte – in welcher Rolle sieht man sich selbst? Seit Donnerstagnachmittag ist die Ausstellung „Typisch männlich, typisch weiblich“ im Kreiskirchenamt Gütersloh geöffnet. Über 30 Fotos von Jugendlichen regen zum Nachdenken über die eigene Rolle und Klischees an.

„Wir spielen im Arbeitsalltag alle unterschiedliche Rollen“, brachte Sabine Panneke, Gleichstellungsbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh, es in ihren Begrüßungsworten auf den Punkt. Aber muss man eigentlich immer in der Rolle bleiben? Die über 30 ausgestellten Fotos Jugendlicher zum Thema „Typisch männlich – typisch weiblich. Bloß in der Rolle bleiben?“ sollen zum Nachdenken anregen. „Die Betrachter werden mit männlichen und weiblichen Identitäten konfrontiert“, fügte Christian Heine-Göttelmann, Superintendant des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh, hinzu, „es geht um Toleranz, Offenheit und Durchlässigkeit.“

In der Fotoausstellung werden nicht nur typische Klischees dargestellt, sondern auch Gegensätze provokativ gegenübergestellt. Sind Mädchen und Jungen wirklich so? „Jugendliche können flexibel in andere Rollen schlüpfen“, sagte Walter Hempelmann, Superintendant des Evangelischen Kirchenkreises Halle, „es gibt kein richtiges Leben im Falschen.“ Zusammen mit Bürgermeisterin Maria Unger und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Gütersloh, Inge Trame, führten die Projektverantwortlichen die Gäste der Eröffnungsfeier durch die Ausstellung.

Insgesamt 45 Jugendliche beteiligen sich seit vier Jahren an dem Projekt des Stadtjugendamtes Rheine und der Jugendberatungsstelle des Caritasverbandes Rheine. Zusammen mit den Verantwortlichen Diana Besseling und Christian Niemann inszenierten sie verschiedene Rollen und stellten diese übertrieben dar. Ziel der Wanderausstellung ist es, mehr Toleranz, Offenheit und Akzeptanz hervorzurufen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21. November im Kreiskirchenamt Gütersloh, Moltkestraße 12, geöffnet. Montags bis donnerstags können sich Besucher jeweils von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr die Fotos anschauen. Nach Absprache ist ein Besuch von Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms „Wir werden 55“ der Gleichstellungsstelle für Frau und Mann der Stadt Gütersloh, der Frauenbeauftragten des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh und der Gleichstellungsbeauftragten des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh.