Förderung ebnet Weg in den Beruf

Monika Ristau, Auszubildende zur Automobilkauffrau, fühlt sich nach einem halben Jahr in ihrer Entscheidung bestätigt.

Gütersloh. Zuerst war sie skeptisch, hat dann aber doch die Ausbildungsplatzgarantie unterschrieben. Und heute weiß die 18-jährige Monika Ristau: „Das ist eine total gute Sache.“ Seitdem sie in der neunten Klasse an der Hauptschule Nord die Vereinbarung unterschrieben hatte, musste sie wie alle anderen bestimmte Bedingungen und Voraussetzungen erfüllen. Zum Beispiel im Durchschnitt befriedigende Leistungen erbringen. „Das ist immer im Hinterkopf geblieben“, sagt Monika Ristau. „Ich wollte den Durchschnitt halten und habe mich angestrengt, wenn ich mal eine nicht so gute Zensur bekommen habe“.

Ihr soziales Engagement bei der Hausaufgabenbetreuung in der Schule, die sie zunächst im Rahmen der Ausbildungsgarantie geleistet hat, setzte Monika Ristau zusammen mit ihrer Freundin bis zum Ende der zehnten Klasse fort. „Wir hatten Spaß daran und die jüngeren Schülerinnen und Schüler hatten sich an uns gewöhnt.“ Profitiert hat die 18-Jährige, die mittlerweile im ersten Ausbildungsjahr bei BMW Kattenstroth ist, auch von dem Bewerbungstraining im Rahmen des Ausbildungsprojektes. „Das erste Anschreiben haben wir zwei- oder sogar dreimal überarbeitet.“ Aber mittlerweile wisse sie, wie es geht und helfe auch Freunden, die eine Bewerbung schreiben wollen.

„Ich war richtig ehrgeizig“, sagt der 17-jährige Peter Matern, der in der zehnten Klasse ein Praktikum bei Pfleiderer gemacht hatte. Weil er unbedingt seine Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer machen wollte, setzte er alles daran, den Ausbildungsplatz zu bekommen. Die Anforderungen der Ausbildungsplatzgarantie kamen ihm gerade recht. Die Noten stimmten und auch das soziale Engagement. Mit handwerklichem Geschick stand Peter Matern dem Hausmeister zur Seite.

Die Verfügbarkeit von Material überprüfen, Aufträge bearbeiten und Warenscheine ordnen: Für den Auszubildenden gibt es immer etwas zu tun. „Und jeden Tag lerne ich etwas dazu“, freut sich Matern, der sich in seinem Team wohlfühlt. Ausbilder Reinhard Kroschewski setzt auf den jungen Nachwuchs, dem er gerne die passenden Herausforderungen stellt.

Die Gütersloher Ausbildungsplatzgarantie geht in diesem Jahr bereits in die dritte Runde. Damit schließen die Gütersloher Hauptschulen Nord und Ost, die Stadt Gütersloh und die Berufsberatung der Agentur für Arbeit einen weiteren Vertrag, der jedem ausbildungsinteressierten Hauptschüler und jeder -schülerin ein Ausbildungsangebot macht. Der Auftakt für diese dritte Auflage ist am Freitag, 1. Februar, um 12 Uhr im Ratssaal, wo 92 neue Verträge geschlossen werden: 54 von der Hauptschule Ost und 38 von der Hauptschule Nord. Zu der festlichen Vertragsunterzeichnung sind alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 9 der Hauptschulen Ost und Nord sowie deren Eltern eingeladen sind.

Bild: Gütersloher Ausbildungsplatzgarantie