Fischen wird es zu warm

„Sauerstoffdusche“ der Feuerwehr an der Rektoratstraße.

Rheda-Wiedenbrück (pbm). Wegen dem Bau eines Hochwassersperrwerkes an der Abzweigung der Umflut von der Ems war die Umflut zurzeit einige Tage mit einem Damm vom Fließgewässer abgebunden. Nur ein kleiner Zufluss aus der Ems sorgt plangemäß für Wasser in der Umflut. Das reicht bei den außergewöhnlich hohen Temperaturen aber nicht mehr, um die Umflut und vor allem auch den Stadtgraben zwischen Reckenberg und Aegidienwall ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Nachdem Angler auf „japsende Fische“ im Stadtgraben hingewiesen haben, haben Stadtverwaltung und Feuerwehr schnell gehandelt. Feuerwehr und Angler setzten zunächst Fische mit Keschern aus dem Stadtgraben in die Umflut um.

Zugleich ging die Feuerwehr mit ihren Pumpenfahrzeugen an die Arbeit. Die wälzten das Wasser um, um so den Sauerstoffgehalt zu erhöhen. Zusätzlich stellte der Eigenbetrieb Abwasser seine große Pumpe am Freibad auf, um zusätzlich Wasser aus der Ems in die Umflut zu pumpen. Das Bauunternehmen riss dann den Damm ein, um während der Hitzewelle der nächsten Tage für ausreichend Frischwasser und Sauerstoff in Stadtgraben und Umflut zu sorgen. Der Eigenbetrieb Abwasser wird den Sauerstoffgehalt in der Umflut messen. Bis dieser ein für das fischreiche Gewässer notwendiges Maß erreicht, werden die Pumpen weiterlaufen.

Foto: Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück