Feuertaufe bestanden

Brandschutzuebung Guetersloh 2Gütersloh (kgp). Dichte Rauchschwaden dringen aus einem Zimmer und wabern über den Flur. Die Sicht beträgt nur wenige Meter, das Atmen fällt schwer. Feuer auf einer Station im Altbau des Klinikum Gütersloh. Das Szenario wirkt für den Laien täuschend echt. Tatsächlich jedoch übten das Krankenhaus und die Feuerwehr Gütersloh in der vergangenen Woche gemeinsam den Ernstfall und stellten den Alarm- und Einsatzplan und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte auf die Probe – mit einem sehr beruhigenden Ergebnis.

Nur wenige Mitarbeiter des Klinikums und der Feuerwehr waren vorab über die Übung informiert wurden, um ein möglichst realistisches Bild zu bekommen und die Funktion der eigenen Leitlinien beurteilen zu können. Um 17 Uhr ging der Alarm vom Krankenhaus über ein automatisches System in der Kreisleitstelle ein. „Die Feuerwehr war binnen kürzester Zeit mit drei Löschfahrzeugen und zwei Drehleitern vor Ort. Dann lief alles nach Plan“, bilanziert Bernd Sachse, Brandschutzbeauftragter des Klinikums. Er hatte gemeinsam mit Joachim Achtert von der Gütersloher Berufsfeuerwehr die Gegebenheiten für die Übung geplant. Im Klinikum angekommen, fanden sich die Feuerwehrkräfte in der Brandmeldezentrale beim Haupteingang ein. Um den genauen Ort des Feuers zu lokalisieren. Dann suchten sie sich mit einer Laufkarte den kürzesten Weg dorthin. Ein Zimmer auf der ersten Etage des Altbaus war mit Diskonebel verraucht worden. Fünf Jungen und ein Mädchen der freiwilligen Feuerwehr mimten die Patienten, die sich in insgesamt drei Zimmern des Flures in bereitgestellte Patientenbetten befanden. Ziel war es die Personen schnellstmöglich zu finden zu retten und einer schnellen Behandlung durch Klinikärzte zu unterziehen. Angrenzende Bereiche des Gebäudes waren durch Brandschutztüren gesichert. Danach musste der Brand gelöscht werden. „Das Retten der Patienten durch unsere Pflegekräfte lief sehr gut und zügig“, lobte Qualitätsmanagementbeauftragte Monika Ossig. Auf allen Stationen werden Pflegende regelmäßig als Brandschutzhelfer ausgebildet und wissen, wie sie sich zu verhalten haben, bis die Feuerwehr vor Ort ist. Auch die Ärzte verhielten sich routiniert und kümmerten sich umfassend um die Patienten.

Brandschutzuebung Guetersloh 3Glücklicherweise hat es am Klinikum Gütersloh noch nie ein Feuer dieser Größenordnung gegeben. Auch eine derartig aufwändige Übung fand zum ersten Mal statt. Die Prüfung zeigte jedoch, dass alle Mitarbeiter des Klinikums und die Feuerwehr gut für einen solchen Fall vorbereitet sind. Zur Stärkung der Kommunikation zwischen Krankenhaus und Feuerwehr wird als Resultat aus der Überprüfung zukünftig ein Kommunikator eingesetzt, bei dem alle Informationen zusammenlaufen. „Die Übung war sehr hilfreich, wir werden das sicherlich wiederholen“, sagt Bernd Sachse.

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BU-1: Erfolgreiche Brandschutzübung am Klinikum Gütersloh: Die Gütersloher Berufsfeuerwehr und die Klinik probten auch die Bergung der Patienten durch ein Fenster

BU-2: Ärzte, Pfleger und Feuerwehrkräfte kümmern sich bei einem Brand gemeinsam um die Patienten

BU-3: Den kürzesten Weg finden: Die Feuerwehrkräfte orientieren sich mit Hilfe der Laufkarte im Klinikum Gütersloh