Feuerquallen: Rasierschaum und Essig lindern Schmerzen

Bielefeld/Düsseldorf. An einigen Mittelmeer-Stränden herrscht derzeit Feuerquallen-Alarm. In den letzten Jahren tauchten diese ungebetenen Gäste immer wieder an Europas Badestränden auf. „Der Kontakt mit Feuerquallen kann sehr schmerzhafte allergische Hautreaktionen auslösen. Im Extremfall droht sogar ein Kreislaufversagen“, erklärt Elmar Kappenberg, Gesundheitsberater der Techniker Krankenkasse (TK).

Wer mit Feuerquallen in Berührung gekommen ist, dem rät die TK, sofort das Wasser zu verlassen und den Tentakel- oder Nesselschleim abzuwischen. „Jedoch nicht mit bloßen Händen. Am besten ist es, die betroffene Hautstelle mit Rasierschaum einzureiben. Wenn der Schaum getrocknet ist, reibt man ihn mit einer Plastikkarte oder einem anderen stumpfen Gegenstand ab, um die Nesseln von der Haut zu lösen“, so Kappenberg. Zum Abspülen solle man kein Wasser benutzen, sondern Essig oder eine Alkohol-Lösung. Nur wenn nichts anderes verfügbar ist, kann man Sand und Meerwasser verwenden.

Zusätzlich wirken Antiallergie-Salben oder Tabletten, sogenannte Antihistaminika, schmerzlindernd. Bei Herzrasen, Schwitzen oder Schwindelgefühl kann ein Kreislaufversagen drohen. Setzen solche Anzeichen ein, sollte umgehend ein Arzt zu Rate gezogen werden. Ein weiterer Tipp des Gesundheitsexperten: „Am besten kann sich der Urlauber vor Ort über die regionale Quallengefahr erkundigen. Werden bestimmte Vorsichtsmaßnahmen empfohlen, sollte man sich unbedingt daran halten.“