Farbenfrohe Denkmäler hautnah erleben: „Tag des offenen Denkmals“ in Minden

Tag_des_offenen_Denkmals.1Minden. Unter dem Motto „Farbe“ sind am diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“, am Sonntag, 14. September 2014, gleich mehrere Orte für interessierte Besucher/innen in Minden geöffnet. Menschen erleben Farbe als unmittelbaren Sinneseindruck. Farben wurden und werden von allen Völkern der Erde als zentrale Ausdrucksform benutzt. Wie schon in den Vorjahren beteiligt sich die Stadt Minden unter der Federführung der Unteren Denkmalbehörde mit eigenen Aktionen und Führungen. Der Tag bietet die Gelegenheit, Baudenkmäler zu besichtigen, die sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Auch werden bei Führungen hinter die Kulissen geschaut und historische Zusammenhänge erläutert. Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken.

Im Fokus stehen dieses Jahr der städtische Nordfriedhof, Gebäude auf der Immanuelstraße 2, 3 und 7, der Remontenstall Artilleriestraße 17 sowie die Museumseisenbahn. Auf einer Entdeckungstour durch die Mindener Innenstadt erleben Besucherinnen und Besucher die Farbvielfalt denkmalgeschützter Fassaden. Objekte in der Besselstraße, der Goebenstraße, Marienstraße oder auf der Stiftstraße laden ein, das Universalthema „Farbe“ hautnah zu erleben.

Beitrag der Stadt Minden
Der Nordfriedhof Minden ist eine denkmalgeschützte Anlage im Nordwesten der Stadt. Auf seiner Fläche gibt es aufwendige Grabanlagen mit über hundertjähriger Geschichte. Damit den Besuchern kein Highlight der ca. 18 Hektar großen Parkanlage entgeht, bietet Alwin Pamin, Friedhofsverwalter der Städtischen Betriebe Minden, am „Tag des offenen Denkmals“ Führungen an. Die Rundgänge starten um 11 und 14 Uhr am Haupteingang an der Marienstraße 136.

Die Stadt nutzte die Aula an der Immanuelstraße 2 als Festsaal für verschiedene Veranstaltungen. Während der Mindener Kaisertage, als Wilhelm II. im September 1898 für drei Tage an einem Manöver in Minderheide teilnahm, lud Se. Majestät die Spitzen der Civilbehörden und eine größere Anzahl angesehener Personen der Provinz sowie Vertreter der Stadt zu einer Prunktafel in der Aula ein. Die Aula kann von 13 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden.

Die ehemalige Molkerei an der Immanuelstraße 3 wurde 1888 nach Plänen des Architekten Oskar Ziegler errichtet. Die Fronten sind alle mit einer für Ziegler typischen, sehr reichen und plastischen Gliederung in Formen der Renaissance versehen. Die Eigentümer öffnen die Türen für die Besucherinnen und Besucher von 13 bis 18 Uhr. Führungen finden um 13.30 Uhr, 15.30 Uhr und 17 Uhr statt.
Das Gebäude in der Immanuelstraße 7 wurde 1888/89 auf einem Grundstück des ehemaligen Festungswerkes erbaut. Die Fronten der sind in der für Oskar Ziegler typischen Art mit stark plastischer Dekoration in Formen der Renaissance ausgeführt. Das Gebäude ist für die Öffentlichkeit von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen werden nach Bedarf angeboten.

Der ehemalige Remontenstall in der Artilleriestraße 17 wird von 13 bis 18 Uhr geöffnet und kann in dieser Zeit auch besichtigt werden.

Museumseisenbahn: Der „Tag des offenen Denkmals“ ist ein regulärer Fahrtag des Preußenzuges. Fahrten ab Bahnhof Minden-Oberstadt werden um 10.15 Uhr nach Kleinenbremen, um 13.30 und 16.15 Uhr nach Hille angeboten. Darüber hinaus werden die Farben der preußischen Staatseisenbahn – Dampflokomotive und Wagen – um 12.30 und 15.30 Uhr bei Führungen näher erläutert.

Das Programm zum „Tag des offenen Denkmals 2014“ ist in der Bürgerhalle der Stadt Minden oder im Internet unter www.minden.de erhältlich.