Erzählcafé: Schulgeschichte(n) aus dem „Mädchengymnasium“

Anno 1971: Physik bei Herrn Hartmann – das Bild ist eine praktische Übung zum Thema Fotografie. Foto: Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Stadt Gütersloh

Gütersloh (gpr). 125 Jahre Schulgeschichte – komplett miterlebt hat sie keiner. Aber zahlreiche Fotos und einige Filme dokumentieren die Vergangenheit des Städtischen Gymnasiums Gütersloh, das früher einmal als „Mädchenselekta“ begann. In der Reihe der „Erzählcafés“ richten Dr. Rolf Westheider und Susanne Zimmermann als Moderatoren am Freitag, 24. August, um 15 Uhr den Blick auf die Historie, aber auch auf die Gegenwart. In der neuen Mensa auf dem Schulgelände wird dabei der Bogen gespannt vom „Lyzeum zur Europaschule“. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Geschichten und Erinnerungen ehemaliger Schülerinnen und Schüler, die ab 1967 dafür sorgten, dass aus dem „Mädchengymnasium“ ein „städtisches“ wurde.

Doch nicht nur für „Ehemalige“ ist dieses Erzählcafé interessant. Die Entwicklung gerade dieser Schule wirft einen interessanten Blick auf die Gesamtentwicklung der Stadt – aus vielerlei Perspektiven: So galt beispielsweise der Schulneubau in den Sechziger Jahren als sehr modern – inklusive der Aula, die eher den Charakter eines Konzertsaals als einer Versammlungsstätte hatte. Als Veranstaltungsort spielte sie vor allem im Gütersloh der Siebziger Jahre eine wesentliche Rolle.

Auch Diskussionen um Raucherzimmer für Schüler (!), Jeans für Lehrer und Lehrerinnen oder die Einführung von Aufklärungsunterricht sind Beispiele für die Schule im Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Was zur Sprache kommt, ist im wesentlichen Sache der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, ein paar kleine filmische Überraschungen reichern das Erinnerungsvermögen vielleicht an.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung des Gütersloher Sommers ist frei.