Erinnerung und Mahnung – Zeichnungen zu einem Lebensthema

Detmold/St. Omer. „Souvenir et mise en garde-Dessins autour d’une vie“ heißt übersetzt „Erinnerung und Mahnung-Zeichnungen zu einem Lebensthema“ und ist der Titel einer Ausstellung des italienischen Widerstandskämpfers Vittore Bocchetta aus Verona, die jetzt in „La Coupole“, dem Zentrum für Geschichte und Erinnerung nahe Detmolds französischer Partnerstadt St. Omer eröffnet wurde.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Erlebnisse und Erfahrungen, die der heute 93-jährige Bocchetta in den Jahren 1944 und 1945 in den deutschen Konzentrationslagern Flossenbürg und Hersbruck überlebte. Zeichnungen, mit denen Bocchetta versucht hat daran zu erinnern „was meine Augen gesehen haben.“ Aber es blieb bei dem Versuch, denn „man kann es nicht ausdrücken, was unglaubhaft und unvorstellbar ist. Ich habe mit allen Kräften versucht dies auf dem Papier festzuhalten. Aber ich konnte nicht einmal eine Ähnlichkeit des Wirklichen erreichen,“ sagte Bocchetta sichtlich bewegt in seinem Grußwort, denn er hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich von Verona nach St. Omer zur Ausstellungseröffnung zu reisen. In seiner Begleitung eine Detmolder Delegation mit dem Vorstandsmitgliedern vom Verein „non dimenticare“ (gegen das Vergessen), die sich seit Jahren zum Ziel gesetzt haben, gemeinsam mit Vittore Bocchetta die Erinnerung an die Greueltaten der Nationalsozialisten wach zu halten und an die Opfer zu erinnern. Detmolds stellvertretende Bürgermeisterin Elke Witteck hatte vor zwei Jahren die Idee zur Ausstellung und zeigte sich besonders beeindruckt über das gelungene Beispiel der erfolgreichen europäischen Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten Detmolds. Großer Dank gebührt den Verantwortlichen von „La Coupole“ und dem Städtepartnerschaftskomitee von St. Omer mit Henry und Ingeborg Godart sowie dem Detmolder Team Städtepartnerschaften, die mit ihrem Engagement die Realisierung der Ausstellung erst möglich gemacht hatten. Mehr Informationen zu Vittore Bocchetta findet man auch unter www.non-dimenticare.de.

Foto: Stadt Detmold.