Erinnerung an Grabbe wachhalten

Detmold. Wie in jedem Jahr lädt die Grabbe-Gesellschaft dazu ein, des größten Sohnes der Stadt an seinem Todestag zu gedenken. Am 12. September um 18:30 Uhr versammeln sich Grabbe-Freunde mit Vertretern der Stadt am Grab des Schriftstellers auf dem Weinbergfriedhof. Anschließend laden Grabbe-Gesellschaft und Lippische Landesbibliothek um 19:30 in den Vortragssaal der Lippischen Landesbibliothek ein, um an den größten Grabbe-Sammler und -Forscher des zwanzigsten Jahrhunderts zu erinnern:
Alfred Bergmann (1887-1975) wäre in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden.

Der Gelehrte und Bibliothekar Alfred Bergmann verkaufte 1938 seine Grabbe-Sammlung an die Lippische Landesbibliothek, um sie der Nachwelt zu erhalten, und folgte ihr als Bibliothekar nach Detmold. Ihm verdankt die Bibliothek nicht nur den Besitz zahlreicher Grabbe-Handschriften und Erstausgaben, sondern auch einer umfassenden literarischen Bibliothek des
19. Jahrhunderts. 1945, nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, übernahm Bergmann als kommissarischer Leiter der Bibliothek Verantwortung und sorgte für die Rückführung der in ein Salzbergwerk ausgelagerten wertvollen Bestände. Von 1948 bis 1956 war er Vorsitzender der Grabbe-Gesellschaft. Er krönte seine ungeheure Lebensleistung mit der Herausgabe der sechsbändigen Göttinger Grabbe-Ausgabe (1962-1973) und der Grabbe-Bibliographie 1973.

Landesbibliothek und Grabbe-Gesellschaft lassen Bergmann und seine Grabbe-Leidenschaft in Bergmanns eigenen Texten bei einem Glas Wein lebendig werden. Der rund einstündige Vortrag eröffnet zugleich eine Bergmann-Ausstellung in den Räumen der Bibliothek. Der Eintritt zur Abendveranstaltung und zur Ausstellung ist frei.

Rückfragen an:
Hans Hermann Jansen, info@grabbe.de
Joachim Eberhardt, eberhardt@llb-detmold.de