Einweihung ZOB Lübbecke

Lübbecke. „Ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr ist aus Sicht der Stadt Lübbecke gerade angesichts des demografischen Wandels eine wichtige Voraussetzung für die Zukunft des ländlichen Raumes. Mit Unterstützung des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als Zuwendungsgeber haben wir deshalb hier für unsere Bürgerinnen und Bürger in die Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit investiert“, mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Eckhard Witte die Gäste anlässlich einer kleinen Feierstunde zur Einweihung des Lübbecker Busbahnhofs (ZOB).

„Beim Umbau wurden auch die Belange behinderter Menschen berücksichtigt. Gerade sie sind in ihrer Mobilität auf den Bus angewiesen. Auch für ältere Menschen, die den Bus für die Erledigung von Einkäufen oder Arztbesuchen benötigen, wurde der Komfort durch zusätzliche Sitzbänke erhöht.“

Wesentliches Ziel bei der Umgestaltung des Busbahnhofs war die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch eine Vergrößerung der Abstandsflächen zwischen den Wartebereichen – Buswartehäuschen – und den Bordsteinkanten zu den Busspuren. „Hier ist es früher in den Stoßzeiten aufgrund der Enge häufiger zu kritischen Situationen gekommen“, erläutert Ulrich Brune, Bereichsleiter Tiefbau im Baudezernat, noch einmal die Beweggründe für die Neugestaltung des ZOB. Unter Einbeziehung von Vertretern des Blinden- und Sehbehindertenvereins Lübbecke und des Beauftragten für die Belange behinderter Menschen wurden darüber hinaus zahlreiche Maßnahmen für eine barrierefreie Gestaltung des ZOB umgesetzt. Weiterhin verspricht sich die Stadt von der Neuerrichtung der Busspuren eine deutliche Reduzierung der jährlichen Unterhaltungskosten.

Einige Ausstattungskennzahlen des umgestalteten ZOB verdeutlichen die Verbesserung der Sicherheit und des Komforts für die Busreisenden: Die Anzahl der Überdachungen für Fahrgäste wurde verdoppelt und die Fläche der Bussteige um das 2,5-fache vergrößert. Die Sitzbankanzahl wurde ebenfalls um das 2,5-fache auf 15 erhöht und schließlich wurden auch die Fahrradparkmöglichkeiten auf jetzt 18 Stellplätze erweitert. Im südlichen Bereich des ZOB wurden zwei zusätzliche Kurzzeitparkplätze eingerichtet, so dass jetzt insgesamt elf Stellplätze zur Verfügung stehen.

Die Baumaßnahmen wurden im Zeitraum von Ende September 2011 bis Mitte Juni 2012 durchgeführt. Aufgrund der strengen Witterung zu Beginn des Jahres mussten die Arbeiten für etwa zwei Monate unterbrochen werden. Die Kosten für die Umgestaltung des Busbahnhofs belaufen sich auf 559.700 Euro. Auf die zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 504.300 Euro erhielt die Stadt eine 85-prozentige Förderung aus Mitteln des NWL, also Zuwendungen in Höhe von 428.700 Euro.

Die durch den Umbau bedingt im nördlichen Bereich weggefallenen Toiletten wurden im Parkhaus West ersetzt. Neben einer Damen- und einer Herrentoilette wurde hier zusätzlich eine behindertengerechte Toilette errichtet. Bürgermeister Eckhard Witte dankte in diesem Zusammenhang noch einmal einigen Lübbecker Unternehmern sowie Mitgliedern der CDU-Ortsunion Ost, die den Bau der Toilettenanlage unterstützt hatten.

Foto: Stadt Lübbecke